Das von Apple zum Kult erhobene
UMTS-Handy
iPhone 3G wird in Deutschland seit Anfang Juli verkauft. Die Nachfrage war von Beginn an größer als das Angebot. Das Design, die Bedienung per Touchscreen und Gestik erweist sich als innovativ und begeistert insbesondere auch in der
Geschäftswelt immer mehr Anwender. Das iPhone bringt etliche Features für Geschäftskunden mit. Doch was taugt das Apple Handy-Flaggschiff beim Einsatz in Unternehmen im Vergleich zu bereits länger von Businesskunden genutzten Konkurrenzprodukten?
iPhone mit Business-Features
In der Studie "Das iPhone 2.0 im Unternehmenseinsatz" sind Berlecon Research und die Fraunhofer Einrichtung Systeme der Kommunikationstechnik (ESK) dieser Frage nachgegangen. Untersucht wurden die für den alltäglichen Geschäftseinsatz genutzten Funktionen. Auch die Sicherheit und die Administrierbarkeit des iPhone wurden beleuchtet. Mit der neuen
Firmware 2.0 erhalten Businesskunden PIM- und E-Mail-Synchronisation mittels ActiveSync-Push. Außerdem können Adressen im Firmenverzeichnis oder der Global Address List gesucht werden. Für VPN-Anwendungen kann ein IPSec VPN-Client von Cisco genutzt werden. Schließlich wird das WLAN-Netz durch die WPA2-Verschlüsselung geschützt. Auch auf dem Vorgängermodell, iphone 2G, das ohne GPS und UMTS auskommen musste, sind per Firmware Upgrade die neuen Businessfunktionen des Nachfolgers verfügbar.
Grundlegende Funktionen fehlen dem iPhone
Laut Fraunhofer Studie würden Anwender im normalen Geschäftsalltag aber schnell etliche Funktionen vermissen. Sogar Basisfunktionen wie Cut, Copy und Paste, die etwa bei der Textverarbeitung benötigt werden, sind beim iPhone nicht vorhanden. Über das Microsoft-ActiveSync-Protokoll können zwischen iPhone und einem Microsoft Exchange Server E-Mails, Kontakte und Termine synchronisiert werden. Zu erledigende Aufgaben sind dabei ausgeschlossen. Etliche Firmen benutzen zur Synchronisierung ihrer Systeme Lösungen von Lotus Domino oder Groupwise. Mit dem iPhone bleibt man in diesen Unternehmen vorerst noch außen vor. Laut Fraunhofer ESK ist da der Enterprise Server von
BlackBerry mit Synchronisationslösungen von Microsoft, Lotus Domino und Groupwise besser aufgestellt.