Seit Anfang September haben die beiden zum United Internet-Konzern gehörenden Marken
GMX und
Web.de, die zuletzt vornehmlich als Mail-Provider aufgetreten waren, wieder eigene
DSL-Angebote im Programm. Mit einem
FreeDSL genannten DSL-Discountpaket sollen Neukunden und Wechselwillige angelockt werden. Der Teufel steckt dabei allerdings wie so häufig im Detail.
FreeDSL für 16,37 Euro?
Der Online-Bestellvorgang ist bei den beiden Schwesterfirmen identisch, die Bestellseiten unterscheiden sich nur durch unterschiedliche Firmenlogos und Farbgebung. Der angebotene DSL Tarif GMX FreeDSL beziehungsweise Web.de FreeDSL wird zum Preis von 16,37 Euro beworben. Die Netzabdeckung liegt laut Informationen auf den beiden Internetseiten bei über 90 Prozent der deutschen Haushalte. Genutzt wird unter anderem die Netz-Infrastruktur von Telefónica, auf die auch der ebenfalls zur United Internet-Familie gehörende Anbieter 1&1 setzt.
Versteckter Regio-Auschlag in Höhe von fünf Euro
Was jedoch in den Informationstexten und den Fußnoten verschwiegen wird: in weniger gut ausgebauten DSL-Gebieten außerhalb der Ballungszentren wird ein monatlicher Regio-Zuschlag in Höhe von fünf Euro erhoben. Dieser dient der "Fernanschaltung" an das Netz von GMX und Web.de. Knapp zehn Prozent der deutschen Haushalte müssen also diese Zusatzgebühr bezahlen, wenn sie Interesse an FreeDSL haben. Betroffene Kunden werden erst bei der Verfügbarkeitsabfrage auf diese Zusatzkosten hingewiesen.
Etliche Leser hatten sich daraufhin enttäuscht an onlinekosten.de gewandt, da das Angebot mit einem Preis von 16,37 Euro beworben wird. Unklar ist, warum die United Internet-Marken nicht transparenter auf die Zusatzgebühren hinweisen. Denn ein Regio-Aufpreis ist eigentlich nichts Neues. In ähnlicher Höhe gibt es diesen auch bei manch anderem Anbieter. Dort findet sich ein entsprechender Hinweis aber zumindest noch vor Durchführung des Bestellvorgangs in den Fußnoten zu den DSL-Angeboten.

Erst bei der Verfügbarkeitsprüfung wird der Regio-Zuschlag von fünf Euro pro Monat angezeigt.
Zum Vergrößern anklicken. Screenshot: onlinekosten.de