Das Bonner Landgericht hat fünf Computer-Betrüger, die Geld von Online-Bankkunden erbeutet hatten, zu Bewährungs- sowie Haftstrafen bis zu dreieinhalb Jahren verurteilt.
Geld über Ausland verschoben
Die heute zwischen 21 und 25 Jahre alten Angeklagten hatten nach anfänglichem Schweigen Geständnisse abgelegt. Im Prozess hatten sie eingeräumt, mit Hilfe
von
Phishing-Mails die Kontodaten von Online-Bankkunden abgefragt und mit den illegal geangelten PIN-und TAN-Nummern die Konten geräumt zu haben.
Die abgehobenen Beträge wurden auf das Konto eines angeheuerten Finanzagenten überwiesen, der das Geld bar abhob und über einen Transfer-Service ins Ausland meist in die Ukraine, nach Russland und nach Irland - weiterleitete. Die Angeklagten konnten dann mit Geldkarten ihren "Gewinn" in Deutschland abheben.
Allein im Jahr 2007 haben Kriminelle bundesweit in mehr als 4.100 Fällen rund 19 Millionen Euro von fremden Konten abgehoben.
Michael Posdziech
/ dpa