Mittwoch, 17.09.2008 00:01

wiFon im Test: Telefonate per WLAN oder GSM

aus den Bereichen Mobilfunk, VoIP
Nach dem Start der Anwendung zeigt sich wiFon in einer übersichtlichen Anzeige mit nur wenigen Symbolen, die eine Verwaltung der WLAN-Profile, eine Anrufliste und Einstellungen wie Rufumleitung ermöglichen.

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Auswahl eines WLAN-Netzes

Vor der Nutzung des Handys per WLAN, muss ein WLAN-Zugangspunkt gewählt werden. Dazu kann nach verfügbaren Funknetzen gesucht werden. Ist das Mobilfunkgerät bei einem WLAN-Hotspot eingeloggt, so wird dies mit vier grünen Quadraten angezeigt, andernfalls sind diese grau eingefärbt und ein GSM-Symbol zeigt an, dass über das normale Mobilfunknetz telefoniert wird.

Gespräche ab 1,7 Cent

Ist ein WLAN-Netz vorhanden, kann nun direkt jede gewünschte Rufnummer angerufen werden. Befindet sich der Kunde mit seinem Handy in Reichweite eines WLAN-Zugangspunktes, so kann er sich über diesen, falls öffentlich zugänglich, einwählen und direkt über das Internet telefonieren. Im Test erfolgte der Wechsel vom WLAN- zum GSM-Netz ohne Probleme übergangslos. Die Gesprächsqualität war gleichbleibend und der Gesprächspartner weiterhin gut verständlich. Ein Signalton alarmiert den Anwender automatisch über den Netzwechsel. Die Qualität der WLAN-Verbindung wird durch ein kleines Balkendiagramm angezeigt. Die Funktion des nahtlosen Handovers ist in den Einstellungen der wiFon-Software auch deaktivierbar. Dann wird das Gespräch bei Verlassen des WLAN-Netzes allerdings beendet.

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wiFon-Oberfläche: WLAN-Netze werden angezeigt.
Zum Vergrößern anklicken. Bild: eteleon


Für Gespräche in deutsche Festnetze berechnet eteleon 1,7 Cent pro Minute, bei Anrufen in deutsche Mobilfunknetze werden 15 Cent pro Minute fällig. Die gleiche Minutengebühr fällt auch an, wenn die Funktion Seamless-Handover, also der nahtlose Übergang vom WLAN in das GSM-Netz, aktiviert ist. Ab dem Zeitpunkt des Wechsels in das Mobilfunknetz müssen wiFon-Kunden dann 15 Cent pro Minute zahlen.

Günstig für Auslandsverbindungen

Das wiFon-Angebot kann unter www.wifon.de zunächst nur mit 24-monatiger Vertragsbindung bestellt werden. Monatlich werden 3,95 Euro berechnet. Je nach ausgewählter Hardware kommen noch einmal drei, sechs oder neun Euro pro Monat hinzu. Inklusive sind bereits 100 monatliche Freiminuten in das deutsche Festnetz. Auf Wunsch sind auch zwei Flatrates erhältlich. Für monatlich 7,95 Euro kann in alle Länder telefoniert werden, die normal mit 1,7 Cent pro Minute abgerechnet werden. Für zusätzliche 7,95 Euro im Monat kann die Flatrate auf alle Länder der Tarifzone 1 ausgeweitet werden. Erstmals wird auch ein Prepaid-Tarif ohne Vertragsbindung angeboten. Neukunden erhalten in diesem Tarif 1,70 Euro Startguthaben.

Für Besitzer einer Telefon-Flat in das deutsche Festnetz lohnt sich das wiFon-Angebot sicher nicht. Da aber weltweit bei vorhandenem WLAN-Netz günstig über das Internet telefoniert werden kann, ist dies vor allem bei Nutzung im Ausland oder bei Telefonaten ins Ausland eine Überlegung wert. Für Anrufe innerhalb eines großen Teils von Europa werden ebenfalls 1,7 Cent pro Minute berechnet, für einige Balkan-Länder, die Türkei oder Russland fallen sechs Cent pro Minute an. Weltweite Verbindungen lassen sich zu Preisen zwischen 1,7 Cent und 1,50 Euro pro Minute realisieren. Letztere berechnet eteleon für Verbindungen zu exotischen Zielen wie verschiedene Karibikinseln, aber auch nach Kuba und Nordkorea.
Jörg Schamberg
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