Seit dem 2. September steht die Beta-Version des neuesten Produkts aus dem Hause
Google zum Download bereit: der Web-Browser
Chrome. Nach dem Hype der Tage zuvor, als ein "versehentlich" zu früh veröffentlichtes Comic-Buch über die Chrome-Entwicklung Aufmerksamkeit erregte, kann jetzt in rund 100 Ländern getestet und gestaunt werden. Und eine Frage ist natürlich: Was bringt ein neuer Browser? Laut Google geht es darum, den heutigen Anforderungen beim Surfen und Arbeiten im Internet besser gerecht zu werden. Vermutlich dürfte die marktbeherrschende Stellung des
Internet Explorers von Microsoft auch ein guter Ansporn für die Neuentwicklung gewesen sein. Onlinekosten.de hat den Newcomer einmal unter die Lupe genommen.
Einfaches Einrichten
Google Chrome steht zunächst nur für
Windows XP und
Vista zur Verfügung, Versionen für
Mac OS und
Linux sollen folgen. Die Installationsdatei ist 475 KB groß und innerhalb weniger Sekunden steht der Browser zur Nutzung parat. Zu Beginn wird dem User angeboten, Einstellungen aus anderen installierten Browsern (Favoriten, Passwörter) zu übernehmen. Dazu muss beispielsweise der
Firefox-Browser allerdings zunächst beendet werden. Die Option, Chrome als Standardbrowser festzulegen, ist offen gelassen.
Neue Favoriten können mit einem Klick auf der Favoritenleiste oder in einem zusätzlichen Ordner abgelegt werden. Leider fehlt hier eine Möglichkeit, die schnell zunehmende Anzahl an Bookmarks neu zu organisieren.
Aufgeräumtes Design
Der Aufbau des Browser-Fensters ist neu, ungewohnt aber aufgeräumt und erinnert an den
Opera-Browser. Die Tabs der geöffneten Seiten sind bei Chrome ganz oben im Browser-Fenster angeordnet und die jeweilige Adresszeile darunter. Gerade mal zwei Symbole (für die Anpassung der aktuellen Seite und zur Konfiguration des Browsers) befinden sich in dieser Zeile. Eine Menüleiste sucht der Nutzer vergebens. Das Design ist in seiner Schlichtheit kaum noch zu unterbieten, die Farbgebung Ton-in-Ton wirkt angenehm unaufdringlich.
Die Startseite in einem neuen Tab. Screenshot: onlinekosten.de
Auf der Startseite jedes neuen Tabs erscheint eine Übersicht der am häufigsten genutzten Seiten mit maximal neun kleinen Voransichten. Das ist nützlich, denn in aller Regel startet der Nutzer ohnehin mit den immer gleichen Webseiten im Netz. Auf der anderen Seite möchte der User vielleicht nicht unbedingt, dass jeder Blick auf diese Übersicht sofort die eigenen Surfgewohnheiten offenbart. Darüber hinaus präsentiert die Startseite eine Auswahl von Suchmaschinen, die zuletzt angelegten Bookmarks und geschlossenen Tabs.