Mittwoch, 03.09.2008 08:16

Fachleute warnen: Online-Banking ist riskant

aus dem Bereich Sonstiges
Die Risiken beim Online-Banking durch eigene Fehler oder kriminelle Angriffe von außen sind vielen Internetnutzern nach Ansicht eines Computerexperten immer noch nicht ausreichend klar. "Viele Nutzer gehen gedankenlos und gutgläubig mit dem Internet um und laufen Gefahr, in Fallen zu tappen", sagte Thomas Faber, Fachreferent der nordrhein-westfälischen Internet- Sicherheitsinitiative secure-it.nrw. Nach Angaben des Internetanbieters Web.de ist das Online-Banking eine der am häufigsten genutzten Funktionen im Internet.

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Null zu viel ist fatal

Viele Banken haben die Haftung für das Internet-Banking nach Angaben von Faber auf die Kunden übertragen. Dies gelte auch dann, falls er beispielsweise bei einer Überweisung eine Null zu viel eintippt und einem Empfänger dadurch 1000 statt 100 Euro überweist. Zwar zeigten sich die Banken oft kulant, zur Schadenswiedergutmachung seien sie aber nicht verpflichtet.

Bei allen Bankgeschäften im Internet sollten die Nutzer daher höchst sorgfältig arbeiten und sich zusätzlich durch eine geeignete Software vor Angriffen von außen schützen, empfahl Faber. Sicherer als das Banking über den Internet-Browser mit PIN und Transaktionsnummern (TAN) von einer Papierliste sei zudem der Versand der TAN per SMS aufs Handy, den einige Bankinstitute anbieten.

Software soll Konto schützen

Der Online- und DSL-Anbieter Web.de mit Sitz in Karlsruhe will die Sicherheit bei Online-Bankgeschäften seiner Kunden künftig durch eine Kooperation mit der Star Finanz GmbH erhöhen. Die Software stehe ab sofort allen Kunden gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung, berichtete das Unternehmen.

Wie die Pressestelle mitteilt, können Interessenten das Hilfsprogramm 60 Tage kostenlos testen. Anschließend wird eine Monatsgebühr von 2,49 Euro erhoben. Clubmitglieder erhalten es ein Jahr kostenlos und zahlen anschließend 99 Cent pro Monat. "Der Vorteil besteht vor allem in der kurzen Online-Verbindung zum Bankkonto", so ein Pressesprecher. "Die Überweisungen werden zunächst offline vorbereitet und erst am Schluss live geschaltet." Viren und Hackern werde es dadurch deutlich erschwert, auf Bankkonten ihr Unwesen zu treiben.
Dorothee Monreal / dpa
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