Seitdem das
iPhone im Sommer des vergangenen Jahres das Licht der Welt erblickte, scheiden sich daran die Geister. Business-Schick? Handy-Innovation? Oder reines Modeaccessoire? Doch alle kritischen Bewertungen außer Acht lassend: Das Apple-Telefon – mittlerweile in der zweiten Generation angekommen – ist ein
Millionenhit, der zeitweise sogar
ausverkauft war. Das bleibt nicht ohne Folgen in der Marktverteilung.
Apple legt beharrlich zu
Wie das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen ChangeWave in einer Studie herausgefunden haben will, gräbt sich das iPhone beharrlich in die Marktanteile der Smartphone-Konkurrenz. Zuvor wurde die Kaufbereitschaft von 2.000 betrieblichen Entscheidern unter die Lupe genommen. Demnach ist nach wie vor der Gerätehersteller Research In Motion (RIM) mit seiner
Blackberry-Reihe der ungeschlagene Marktführer: Rund 79 Prozent aller Befragten gaben an, die Anschaffung von RIM-Handys bereits im Budget vorgesehen zu haben. Eine beachtliche Zahl – die jedoch im Vergleich zum Mai einen empfindlichen Dämpfer einstecken musste. Damals waren noch 82 Prozent aller potentiellen Käufer RIM-Anhänger. Schuld an der Entwicklung ist das iPhone 3G, das am 11. Juni seinen weltweiten Marktstart feierte: Im Gegensatz zu RIM konnte Apple seitdem die Popularität um vier Prozent steigern und genießt nun die Zustimmung von 17 Prozent aller Befragten.
Trend nach oben: Das iPhone erfreut sich wachsender Beliebtheit bei Unternehmen. Grafik: ChangeWave
Der dritte Player im Markt, Palm, scheint dagegen auf dem absteigenden Ast. Seit Februar des vergangenen Jahres verlor der PDA-Produzent satte 16 Prozent und liegt nun nur noch bei sechs Prozent. "Apple zeigt eine beachtenswerte Entwicklung im Geschäftskundensegment", kommentiert ChangeWave-Analyst Paul Carton das Ergebnis. "Vier Punkte nach oben. Das zeigt, dass nach unseren Umfragen das iPhone 3G nicht nur einen großen Einfluss auf die Nachfrage privater Nutzer hat, sondern nun auch die Anziehungskraft bei den Unternehmen weiter ausbaut."
André Vatter