Dienstag, 02.09.2008 12:48

Staat vernachlässigt Telekombranche

aus dem Bereich Breitband
Der Telekommunikationssektor in Deutschland wird nach einer aktuellen Studie im Vergleich der großen EU-Staaten stiefmütterlich behandelt. Die deutsche Industriepolitik für diese Branche sei unterentwickelt, stellt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in der am Dienstag in Berlin vorgelegten Expertise fest.

Anzeige
Studie im Auftrag der Deutschen Telekom

So gebe es für die Unternehmen kaum steuerliche Anreize, die Nachfrage der öffentliche Hand sei verhalten. Dies führe verglichen mit Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien zu einer ungünstigeren Wettbewerbsposition. Die DIW-Analyse wurde im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt.

Die besten Bedingungen für Telekommunikationsfirmen finden sich demnach in Frankreich und Großbritannien. Frankreich setze konsequent auf die Unterstützung etablierter Unternehmen durch die Regierung, Großbritannien auf sehr liberale Arbeitsmarktbedingungen und eine hohe öffentliche Nachfrage nach Kommunikationsleistungen. In Italien wolle die Regierung öffentliche Mittel für das schnelle Breitband-Internet in strukturschwachen Süden einsetzen. "In Deutschland betrachtet jedermann den Ausbau der Infrastruktur als Angelegenheit des privaten Sektors", sagte der Leiter der Studie, Christian Wey. Außerhalb der Metropolen könne dies in den kommenden Jahren zum Problem werden. Die großen deutschen Netzbetreiber wie die Telekom hielten sich zurück.

"Zum einen schrecken sie die notwendigen hohen Investitionen, zum anderen sind die Rahmenbedingungen unvorteilhaft, da die Regulierungsbehörde marktbeherrschende Unternehmen zwingt, ihre Netze für die Konkurrenz zu öffnen", heißt es in der Untersuchung.

Telekom will Investitionen geschützt sehen

Auch Telekom-Festnetzchef Timotheus Höttges hatte am Rande der IFA in Berlin Investitionssicherheiten gefordert. Die Telekom nehme viel Geld in die Hand, um Breitband in der Fläche auszubauen. Diese Investitionen müssten vor einem zu scharfen Wettbewerb, der durch die Bundesnetzagentur gewollt sei, geschützt werden.
Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

ADSL Anschluss
Ein DSL Anschluss ist der Standardzugang der meisten Internetprovider.
Ob 1&1, der Billiganbieter congstar oder früher auch QSC oder freenet: Alle setzen auf die ADSL Technik.
Dazu gibt's verschiedene Flatrates. Neben einer Internet Flatrate ist bei vielen Angeboten oft auch eine Festnetz Flatrate inklusive.
Handys
Wer keinen Mobilfunk-Vertrag abschließen will, braucht zu seiner Prepaid SIM-Karte von Anbietern wie Simyo oder Fonic noch ein Handy ohne Vertrag. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Preisunterschiede.
Ob klassisches Tastenhandy oder Touchscreen Handy: Wir stellen aktuelle Modelle verschiedener Preiskategorien vor.
Provider Wechsel
DSL Speed Test gemacht und nun unzufrieden mit der DSL Leistung?
Jetzt Kosten für den DSL Anschluss senken und neuen Telefonanbieter suchen.
Günstige Angebote der wichtigsten Internet Provider auch inklusive DSL Modem in der Übersicht.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs