Das Lamento der
iPhone-Kundschaft klingt nicht ab. Erst vor wenigen Tagen war Apple gezwungen, mit einer
Neuauflage der Telefon-Firmware gegen Störungen beim
UMTS-Datenverkehr vorzugehen. Anfang der Woche wurden dann neue Probleme bekannt: Dieses Mal ist die Sicherheitsfunktion des Handys betroffen. Apple gelobt Besserung – und einen neuen Patch, der spätestens im September erscheinen soll.
Hack mit wenigen Handgriffen
Nutzer hatten herausgefunden, dass es auch nach der Installation der neuen Software möglich ist, mittels eines einfachen Tricks die Benutzeroberfläche eines gesperrten iPhones auf das Display zu zaubern. Dazu reicht es, während der PIN-Abfrage den Notruf zu aktivieren und zwei Mal auf den Home-Knopf zu drücken. Unbefugte bekommen auf diese Weise Zugriff auf sämtliche private Daten, auf die gespeicherten Kontakte, die E-Mails, SMS, Lesezeichen und den Browser. Apple wurde über diesen Missstand umgehend informiert – und wie es scheint, wird im kalifornischen Cupertino auch derzeit an einer Lösung gearbeitet.
Kurzfristige Abhilfe
Wie "Macworld" berichtet, habe eine Sprecherin des Unternehmens in einer E-Mail an den US-Branchendienst "das kleine iPhone-Sicherheitsproblem" eingeräumt. Für September kündigte sie ein neues Software-Update an, das die Lücke schließen soll. Bis es soweit ist, empfahl die Sprecherin allen iPhone-Nutzern, die Konfiguration des Handys manuell zu verändern: Wer bisher einen Doppelklick auf den Home-Knopf dazu benutzte, um auf die Kontaktseite zu gelangen, sollte denselben Befehl künftig zum Aufrufen des Home-Screens verwenden. In diesem Fall werden fremde Nutzer beim Versuch, die Abfrage des SIM-Codes zu umgehen, immer wieder auf der Entsperrseite landen.
André Vatter