Der amerikanische Sofware-Konzern
Microsoft ist mal wieder auf Einkaufstour. Nach der gescheiterten Übernahme des Suchmaschinen-Betreibers
Yahoo haben die Redmonder jetzt mit
Ciao einen der führenden Preisvergleichs- und Shoppingportale in Europa erworben.
486 Millionen US-Dollar
"Es ist die Mischung aus talentierten Mitarbeitern, einer intuitiven Technologie und umfassenden Erfahrungen mit Online-Shoppern und Partnern, die Ciao zu einem der führenden Anbieter Europas von Preisvergleichs- und Verbraucherportalen gemacht hat", betont Dorothee Ritz, General Manager Consumer und Online Deutschland. Dies zusammen genommen sei es, warum Microsoft Ciao für seine zukünftige Ausrichtung seiner Suchmaschinenstrategie als großen Gewinn betrachte. Zudem verhelfe die Integration der Ressourcen von Ciao in
Live Search dem Software-Konzern zum Ausbau seines Suchangebotes, andererseits werde dadurch auch das E-Commerce-Angebot auf
MSN erweitert. Für die Übernahme hat Microsoft allerdings auch tief in die "Kriegskasse" greifen müssen. Nach eigenen Angaben bezahlte das Unternehmen 17,50 US-Dollar pro Aktie in bar, was einer Gesamtsumme von 486 Millionen Dollar (umgerechnet rund 330 Millionen Euro) entspricht.
Eigene Marktposition stärken
Das Preisvergleichs- und Shoppingportal Ciao ist derzeit in sieben Ländern aktiv und verzeichnet monatlich rund 27 Millionen Besucher, 4,4 Millionen allein in Deutschland. Neben Produkt- und Preisinformationen zu Tausenden von Online-Händlern bietet der Internetdienst auch Produktbewertungen und Kritiken von Verbrauchern an. Laut Microsoft sollen sowohl die Technologieplattform, die Online-Community als auch das umfangreiche Händler-Netzwerk von Ciao so bald wie möglich in die Live Search-Plattform integriert werden, um somit für Werbetreibende und Konsumenten größere Online-Shopping-Möglichkeiten zu bieten. Ziel sei es, die Microsoft-Suche durch die Zusammenführung der beiden Plattformen zu einer der Top-Adressen im Internet für Verbraucher, die Produkte und Dienstleistungen online suchen und kaufen, sowie für Händler zu machen.