Panasonic will erstmals auch das Internet auf seine
Flachbild-Fernseher bringen. Der japanische Elektronikkonzern
kündigte am Donnerstag auf der IFA in Berlin ein neues TV-Gerät
seiner Viera-Reihe an, über das per Knopfdruck auf Internet-Inhalte
wie die Video-Plattform YouTube, den Bilderdienst Picasa, eine
Wettervorschau oder Finanznachrichten der amerikanischen Agentur
Bloomberg aufgerufen werden können.
Eurosport als Partner
"IPTV ist noch immer auf dem Weg, sich einen Weg zum Massenmarkt zu erschließen", sagte Fabien Roth, Manager der TV-Gruppe von Panasonic. "Derzeitige Möglichkeiten, Internet-Inhalte über Spielekonsolen, Settop-Boxen und Media-Center auf den Fernseher zu bringen, sind bislang nicht gerade sehr benutzerfreundlich gewesen." Der "Viera cast" bringe
IPTV und Video-on-Demand kostenlos und ohne Zusatzgeräte auf den Fernseher. Erforderlich ist lediglich eine Internet-Verbindung. Als Premium-Partner wird der TV-Sender Eurosport insgesamt 500 Videos in hoher Auflösung (HD) in fünf Sprachen anbieten. Die "Viera cast"-Fernseher sollen ab Frühjahr 2009 auf den Markt kommen.
Weltgrößter Plasma-Bildschirm
Panasonic hält mit seinen Flachbildfernsehern nach Angaben von
Marketing-Manager Yorihisa Shiokawa in den wichtigsten europäischen
Märkten einen Marktanteil von 10,1 Prozent und wies zuletzt
zweistellige Zuwachsraten auf. Europa sei einer der wichtigsten
Märkte für Panasonic geworden. Auf der IFA präsentiert das
Unternehmen auch den weltgrößten Plasma-Bildschirm mit einer
Diagonale von 150 Zoll (3,8 Meter). Für den breiten Markt präsentiert
Panasonic den ersten ultradünnen 58-Zoll-Fernseher (147 cm) mit einer
Dicke von nur 24,7 Millimetern. Die Stromaufnahme sei bei den neuen
Modellen halbiert worden. Nach drastisch rückläufiger Nachfrage nach
Plasma-Geräten in den vergangenen Jahren bietet auch der Plasma-
Spezialist Panasonic inzwischen Fernseher mit Flüssigkristall-
Bildschirm (LCD) an. Im Jahr 2010 soll Panasonics erste LCD-Panel-
Fabrik die Produktion aufnehmen.
Saskia Brintrup
/ dpa