Jugendliche, die im Internet unterwegs sind, sehen sich zunehmend - ob gewollt oder nicht - mit Inhalten konfrontiert, die eigentlich nicht für ihre Augen gedacht sind. Dazu gehören zum Beispiel Filme von Hinrichtungen, frei zugängliche Pornos oder rechtsradikale Beiträge
Immer mehr "schmutzige Seiten"
Online-Verstöße gegen den Jugendschutz haben nach Aussagen der bundesweiten Kontrollstelle einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt seien im Jahr 2007 2.883 Verstöße erfasst worden. Das entspreche einem Plus von zehn Prozent im Vergleich zu 2006. Dabei handelte es sich vor allem um pornografische Seiten und rechtsextreme Propaganda.
Den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet hat sich auch die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) auf die Fahnen geschrieben. Die FSM betreibt im Internet eine
Beschwerdestelle, bei der Internetnutzer per Beschwerdeformular kostenlos jugendgefährdende Inhalte im weltweiten Web melden können.
Auch Web 2.0-Inhalte können gefährlich sein
Doch nicht nur einschlägige Seiten gefährden aus Sicht der Experten Kinder und Jugendliche. Auch Online-Netzwerke wie etwa SchülerVZ, Facebook oder Youtube seien nicht ungefährlich. Kinder und Jugendliche seien von dieser Form des Mitmach-Internets fasziniert.
Die Preisgabe eigener Daten berge Gefahren, vor allem seien die interaktiven Seiten eine Herausforderung für den Jugendschutz, da unzählige Teilnehmer eigene Inhalte auf diesen Seiten veröffentlichen könnten.
Hayo Lücke