Nach jeder Surf-Session im Internet bleiben Spuren zurück, wie zum Beispiel die Webseiten-Chronik,
Cookies, Formular-Einträge und – versehentlich oder beabsichtigt – gespeicherte Passwörter. Auch die Art und Weise, wie der Anwender sich auf einer Seite bewegt, kann vom jeweiligen Betreiber eingesehen werden. Microsoft bereichert den kommenden
Nachfolger des Internet Explorer 7 nun um ein paar neue Funktionen, mit denen der Nutzer mehr Kontrolle über seine Daten bekommen soll.
Privates Browsen
Wie im
IEBlog zu lesen ist, wird der Internet Explorer 8 unter anderem mit der Funktion "InPrivate Browsing", zu deutsch "unerkanntes Browsen" ausgestattet sein. Wer auf diese Weise surft, muss nicht im Nachhinein seine privaten Daten löschen, da diese erst gar nicht gespeichert beziehungsweise am Ende automatisch gelöscht werden. Dies bietet sich vor allem bei der Nutzung von fremden PCs oder in Internetcafés an. Das manuelle, nachträgliche Löschen ist natürlich weiterhin möglich, wird jedoch verbessert: Künftig können erwünschte Cookies für die Lieblings-Websites beibehalten werden, indem diese zu den Favoriten hinzugefügt werden.
Blocken von Datensammlern

Surfen mit InPrivate
Zum vergrößern bitte anklicken.
Bild: IEBlog
"InPrivate Blocking" – beziehungsweise "Inkognito" in der deutschen Version – hingegen informiert über Websites, die den Verlauf überwachen können – zum Beispiel, wenn ein Anbieter mehrere Seiten betreibt und anhand von JavaScript-Elementen sehen kann, auf welchen der Nutzer bereits gesurft hat. Werden mehr als zehn solcher zusammenhängender Angebote besucht, blockt das Tool die Seiten ohne Zutun. Zusätzlich lassen sich die Inhalte mit dem neuen
Browser auch selbständig abwehren oder freigeben und es können per Mausklick Informationen über den Anbieter eingeholt werden.
Neben weiteren Sicherheits-Funktionen wie einem verbesserten
Schutz vor Phishing-Seiten habe Microsoft bei der neuen Browser-
Version die Performance "dramatisch verbessert", sagte Daniel Melanchton von Microsoft am Mittwoch der dpa. Die Zeit für das Laden einzelner Websites sei deutlich verkürzt und das Navigieren zum Beispiel mit zusätzlichen Informationen oder der automatischen Vervollständigung von Sucheinträgen vereinfacht worden.
Der Internet Explorer ist wachsender Konkurrenz vor allem durch den
Open-Source-Browser Firefox und Apples Software Safari ausgesetzt.
Der Internet Explorer 8 Beta 2 soll in Kürze erscheinen und ist den Entwicklern zufolge schon "fast aus dem Ofen". Die endgültige
Fassung Browsers kündigte Microsoft für "später in
diesem Jahr" an.