Der Kabelnetzbetreiber
Unitymedia verliert weiter Kunden. Waren Ende März noch 4,73 Millionen Kabelanschlüsse in Hessen und Nordrhein-Westfalen geschaltet, waren es Ende Juni nur noch 4,71 Millionen. Dabei verringerte sich die Zahl der analogen TV-Anschlüsse um 120.000 auf 3,68 Millionen. Gleichzeitig legte die Zahl der Digitalanschlüsse um 100.000 auf 1,03 Millionen zu und überschritt damit erstmals die Millionenschwelle.
Immer mehr Breitband-Nutzer
Ein digitales Pay-TV-Abo wird inzwischen von 516.000 Unitymedia-Kunden genutzt. Das entspricht einem Zuwachs in Höhe von 31.000 Kunden gegenüber Ende März. Die Zahl der Breitband-Internet-Kunden, die beispielsweise eines der
3Play-Produkte nutzen, stieg im zweiten Quartal um 38.000 auf 282.000, während inzwischen 261.000 Unitymedia-Kunden auch über ihren Kabelanschluss telefonieren - ein Plus von 39.000 gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres. Insgesamt 73 Prozent der insgesamt 8,66 Millionen durch Unitymedia erreichten Haushalte sind inzwischen an das modernisierte Digitalnetz angeschlossen.
Kundenschwund bei arenaSAT erwartet
Erneut wenig erfreulich entwickelte sich die Satellitenplattform arenaSAT. Zwischen Ende März und Ende Juni musste ein Verlust von 11.000 Kundenverträgen verkraftet werden. Zum Stichtag lag der Gesamtkundenbestand bei 324.000. In der zweiten Jahreshälfte wird aufgrund auslaufender Bundesliga-Abos mit weiteren Kündigungen gerechnet. Nicht zuletzt durch die
Premiere-Sublizenz für die Übertragungen der Fußball Bundesliga konnte arenaSAT insgesamt 87,6 Millionen Euro umsetzen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen belief sich auf 9,1 Millionen Euro. Fast die Hälfte aller arenaSAT-Kunden hat inzwischen Nicht-Bundesliga-Inhalte abonniert.
Insgesamt konnte Unitymedia zwischen April und Juni 208,9 Millionen Euro umsetzen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen beläuft sich auf 98,7 Millionen Euro, die Investitionen auf 49 Millionen Euro. Der Gewinn wird mit 4,48 Millionen Euro angegeben.