Das Online-Auktionshaus
eBay hat mit Marktveränderungen zu kämpfen. Zwar setzt das Unternehmen weltweit immer mehr Geld um, die Gewinne folgen seit 2006 aber einem negativen Trend.
Im Frühjahr begann
eBay damit, zahlreiche Änderungen durchzuführen - ein neues
Bewertungssystem sowie eine überarbeitete
Gebührenstruktur fanden ihren Weg nach Deutschland. Die Renovierung wird jetzt fortgeführt.
eBay Shops adé
Ab dem 25. September wird es keine eBay-Shops mehr geben. Auktionen und Festpreisangebote sind die einzigen beiden Optionen, die ab diesem Datum für Verkäufer zur Verfügung stehen. In der Kategoriestruktur und Suche werden dann alle Artikel, ohne Trennung, auffindbar sein. Nach Angaben von eBay verdoppelt sich die dauerhaft angebotene Menge von Artikeln auf 18 Millionen - resultierend daraus, dass zu den neun Millionen eBay-Artikeln weitere neun Millionen Verkaufsgegenstände aus den eBay-Shops hinzu kommen. Vorteil für Verkäufer sei die erhöhte Reichweite ihrer Artikel. Die Laufzeit der Angebote bleibt mit bis zu 30 Tagen konstant.
eBay strickt außerdem die Anzeige der Suche, die relevanten Suchergebnisse, um. Die neue Suche bei eBay sortiert Festpreisangebote nach ihrer Relevanz für den Käufer. Der Verkaufserfolg gleicher Artikel in der Vergangenheit wird in die Ergebnisse einfließen - so solle in Zukunft "ein optimaler Mix aus Auktionen und Festpreisangeboten angezeigt" werden. Die dargestellten Auktionen sortiert die Suche nach Restlaufzeit, wobei bald endende Treffer weiter oben zu finden sind.
PayPal-Schutz umfangreicher
Ab September werden die Leistungen der eBay-Tochter
PayPal ausgeweitet. Der Verkäuferschutz beinhaltet dann auch internationale Kreditkartenzahlungen. Auch Käufer profitieren: wo bisher nur maximal 1.000 Euro erstattet wurden, wenn ein Artikel den Käufer nie erreichte oder nicht viel mit der Beschreibung zu tun hatte, gilt jetzt eine Absicherung in unbegrenzter Höhe. Inwieweit sich diese Leistungssteigerungen auf die PayPal-Gebühren auswirken, ist derzeit noch unklar. Fest steht, dass PayPal die Abgaben im Euro-Raum vereinheitlichen will.
Das neue Geschäftsmodell für Verkäufer. Bild: eBay. Zum Vergrößern anklicken.
Neue Flatrate für Shop-Betreiber
Klares Ziel der eBay-Manager: die Zahl der angebotenen Artikel weiter ausweiten. Um dies zu erreichen, bieten sie gewerblichen Verkäufern ab September einen neuen Anreiz, möglichst zahlreich auf eBay zu inserieren: Die neue Flatrate für Premiumshop-Abonnenten kostet 299 Euro pro Monat. Dadurch fallen keine zusätzlichen Angebotsgebühren bei Mehrfachangeboten mehr an. Für Verkäufer gilt zu beachten, dass Artikel, die im Zuge des Flatrate-Angebots eingestellt wurden, PayPal-Zwang mit sich führen. Die gegebenenfalls hier anfallenden Gebühren sind im Flatrate-Preis nicht enthalten. Wer also hochpreisige Artikel anbietet, wird sich den Griff zur Flatrate möglicherweise zweimal überlegen.