Als Apple gemeinsam mit dem
iPhone 3G auch einen Wechsel des Synchronisierungsdienstes .Mac zu
MobileMe ankündigte, war die Freude groß. Die kostenpflichtige Backup-Plattform erlaubt es Nutzern, ihre Daten zwischen Mac-Rechnern und PCs, iPhones oder iPods touch nahtlos zu übertragen. Doch seit dem offiziellen Start beklagen sich Nutzer vermehrt über die Unzuverlässigkeit des Angebots. Apple reagiert – nun bereits zum zweiten Mal – mit einer gratis Verlängerung der gebuchten Abos.
Jobs: "Zu früh gestartet"
Die
Liste der Pannen, welche die Plattform mit erstaunlicher Regelmäßigkeit heimsuchen, ist lang. Mal kann das Konfigurationsmenü nicht aufgerufen werden, mal streikt die Schnittstelle zu iPhoto und iMovie oder der Datenabgleich des E-Mail-Programms wird mit einer Fehlermeldung quittiert.
Nachdem Apple sich anfangs schwer tat, die Probleme einzugestehen, äußerte sich Unternehmenschef Steve Jobs vor wenigen Tagen erstmals kritisch über das eigene Projekt. "Es war ein Fehler, MobileMe zeitgleich mit dem iPhone 3G, der neuen iPhone-Software und dem
App Store zu starten", zitiert ihn das US-Branchenmagazin "Arstechnica". Jobs hatte sich in einer internen Mail an die Mitarbeiter gewendet. "Wir alle hatten mehr als genug zu tun und wenn MobileMe etwas später den Dienst aufgenommen hätte, wäre das nicht weiter schlimm gewesen."
Noch einmal 60 Tage
Um den entstandenen Image-Schaden zu minimieren, hat Apple beschlossen, allen derzeitigen MobileMe-Abonnenten die Mitgliedschaft kostenlos um
60 Tage zu verlängern – zusätzlich zu den 30 Tagen, die den Kunden bereits im Juli zugesprochen wurden. "Wir haben bereits viele Verbesserungen an MobileMe vorgenommen, doch die Arbeit daran ist noch nicht beendet", heißt es in einer Mitteilung, die Apple derzeit den Kunden zukommen lässt. "Wir danken unseren Abonnenten für ihre Geduld, während wir die Dinge wieder gerade rücken."