Dienstag, 19.08.2008 19:08

Congstar komplett - lohnt der Wechsel?

aus dem Bereich Breitband
Weiterer Vorteil bei der Telekom: Der Kunde bekommt zumindest vorläufig noch einen herkömmlichen Analoganschluss zur Verfügung gestellt. Gegenüber congstars VoIP-Variante kann dieser unabhängig von der verfügbaren Bandbreite genutzt werden: in einem Mehrfamilienhaushalt, in dem gleichzeitig ausgiebig gesurft und telefoniert wird, dürfte ein Tarifpaket mit DSL 2.000 daher kaum ausreichen.

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Call-by-Call nur bei T-Home

Darüber hinaus erlaubt die Telekom das Call-by-Call-Verfahren. Das heißt, wer eine fünf- oder sechsstellige Netzkennzahl vorwählt, kann zu vergleichsweise günstigen Minutenpreise quer durch die Weltgeschichte telefonieren. Die kleine Unternehmenstochter hat Call-by-Call im Leistungsspektrum nicht vorgesehen. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn ein Blick auf die Kosten für Verbindungen in deutsche Mobilfunknetze geworfen wird. Zwar sind congstar-Handys für preiswerte neun Cent pro Minute zu erreichen, alle anderen deutschen Handys hingegen nur zu einem Minutenpreis in Höhe von 22 Cent. Die Telekom berechnet dafür nur 12,9 Cent.

Noch bedenklicher gestaltet sich ein Blick auf die Minutenpreise für Verbindungen in das Ausland. Für Gespräche in die USA und diverse europäische Länder gilt ein Minutenpreis in Höhe von 4,9 Cent. Fair, aber keinesfalls konkurrenzlos günstig. Teurer wird es schon bei Verbindungen, die in die Länder-Zone 3 geführt werden. Festnetz-Anschlüsse zum Beispiel in Portugal, Australien oder Griechenland sind nur für 19 Cent zu erreichen. Und wer in die Festnetze von Polen, Bulgarien, Kroatien, Rumänien oder Russland (Zone 4) telefonieren möchte, muss sogar sage und schreibe 49 Cent pro Minute bezahlen.

Auf Wunsch kurze Vertragslaufzeit

Doch auch congstar kann in einigen Bereichen durch Kundenfreundlichkeit punkten. Da wäre die bereits erwähnte optionale kurze Vertragslaufzeit. Zwei Jahre sind bei der Telekom obligatorisch, wer aber die erhöhten Bereitstellungskosten bei congstar in Kauf nimmt und sich für eine flexible Vertragslaufzeit entscheidet, kann jederzeit zu einem anderen Anbieter wechseln. Außerdem steht mit congstar komplett jedem Neukunden eine SIM-Karte zu. Mit congstar Prepaid, das gleich mit einem Startguthaben in Höhe von fünf Euro kommt, telefonieren die Kunden für neun Cent pro Minute in alle Netze - dasselbe wird für den Versand einer SMS verlangt.

Fazit

Sicher, das neue congstar komplett ist günstig und zum Teil sogar wesentlich günstiger als das DSL-Produktangebot der Telekom. Wer auf die monatlichen Kosten schaut, seltener von zuhause in das Mobilfunknetz telefoniert und Wert auf einen Vertrag mit kurzer Laufzeit legt, ist mit congstar eindeutig besser beraten. In der jetzigen Aufstellung orientiert sich hier das Angebot an die Bedürfnisse von Studenten, Singles und Wenigpersonenhaushalten. Sobald mehrere Personen den Anschluss nutzen, man dafür aber nicht unbedingt höhere Bandbreiten buchen und dafür lieber die ständige Verfügbarkeit eines technischen Ansprechpartners haben möchte, macht ein Treue-Bekenntnis zu der Deutschen Telekom durchaus Sinn.
André Vatter
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    Zuletzt kommentiert von thomaspen am 21.08.2008 um 01:26 Uhr
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