Wenn am Donnerstag in Leipzig die Spielemesse "
Games Convention" ihre Pforten öffnet, steht die digitale Welt der Daddelfreaks wieder einmal in der breiten Öffentlichkeit. Die Erwartungen sind nicht nur bei den Ausstellern hoch, sondern auch die rund 200.000 Besucher dürfen gespannt sein auf die zahlreichen Produkt-Neuvorstellungen, denn der
Spielebranche geht es laut einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien (
Bitkom) prächtig.
Online-Spiele auf dem Vormarsch
"Der Spiele-Markt führt schon längst kein Nischen-Dasein mehr und ist bereits in der Mitte der Gesellschaft angekommen", betont Achim Berg, Bitkom-Vizechef und Geschäftsführer von
Microsoft Deutschland. Computerspiele seien kein Jugendphänomen mehr. Fast jeder dritte Deutsche über 14 Jahren verbringe Zeit mit Computer- und
Konsolenspielen. Außerdem sei Zocken auch keine reine Männerdomäne mehr. So liege der Anteil der Frauen bereits bei rund 22 Prozent. Besonders gefragt seien auch Online-Spiele. Über die Hälfte der Befragten im Alter zwischen 14 bis 29 Jahren gab an, über das Internet zu spielen. Auch ältere Gamer über 50 Jahre haben das Online-Spielen für sich entdeckt. Laut Studie ist bereits jeder fünfte Spieler dieser Zielgruppe im Netz unterwegs.
Zahlungsbereitschaft für Extra-Inhalte steigt
Auch die Zahlungsbereitschaft der Spieler für Extra-Inhalte hat stark zugenommen. Demnach würde fast jede zweite Gamer (45 Prozent) für sein
Online-Vergnügen zahlen. Im letzten Jahr lag die Quote noch bei 16 Prozent. Maximal fünf Euro wären 11,3 Prozent aller Spieler bereit auszugeben. 18,8 Prozent könnten sich sogar vorstellen, bis zu einem Betrag von 20 Euro in das Online-Spielevergnügen zu investieren.