Wie die "New York Times" berichtet, hat T-Mobile in den Vereinigten Staaten den Zuschlag bekommen und darf als erster Mobilfunk-Provider der Welt ein Smartphone mit dem lang erwarteten Google-Betriebssystem Android ausliefern. Bereits ab Oktober - spätestens aber zum Weihnachtsgeschäft - soll das Handy des Herstellers HTC in den Regalen der amerikanischen Händler stehen.
Erste Bilder aufgetaucht
Bereits in der vergangenen Woche war im Internet ein anonymes Video aufgetaucht, das eine kurze Demonstration des Telefons mit dem Beinamen "Dream" zeigt. Demnach handelt es sich um ein Gerät mit Touch-Screen, dem zusätzlich eine ausschiebbare, fünfzeilige Tastatur zur Seite gestellt wurde. Bis es aber soweit ist, warten Google, T-Mobile und HTC noch auf das grüne Licht der Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC), welche sowohl die Hard- als auch Software auf ihre Netztauglichkeit überprüft.
Das iPhone bekommt Konkurrenz
Branchenbeobachter rechnen damit, dass sich das HTC Dream in Kombination mit Android kurzfristig als härtester Konkurrent des erfolgreichen iPhone etablieren wird. Für Apple-Chef Steve Jobs hatte es sich als großer Glücksgriff erwiesen, die Plattform für externe Entwickler zu öffnen und damit den Kunden eine große Vielfalt an Programmen für ihr Handy anbieten zu kommen. Nach Angaben der "New York Times" wird Google bei Android mit eigenen Anwendungen und Produkten von Drittherstellern dieselbe Strategie verfolgen.
Das HTC Dream: Nach Angaben der New York Times ist das Video als authentisch einzuschätzen.
"Letzten Endes lässt sich mehr Geld mit mobilen Diensten als mit herkömmlichen Desktop-Anwendungen machen", soll Google-Chef erst kürzlich im Rahmen eines CNBC-Interviews geäußert haben, so die Zeitung. Während der Suchmaschinenbetreiber und Online-Werber dabei vor allem an neue Reklamevertriebswege denkt, begrüßen die Mobilfunkanbieter in erster Linie den wachsenden mobilen Daten-Traffic – mit dem sich mittlerweile mehr verdienen lässt, als mit herkömmlichen Sprachdiensten.
Update: FCC segnet das HTC Dream ab
Wie die FCC mitteilt, habe das HTC Dream unter der Modellbezeichnung "DREA100" am Montagmorgen (Ortszeit) die Prüfungen der Behörde erfolgreich bestanden. T-Mobile, HTC und Google werden durch die schnelle Entscheidung des FCC in ihrem Zeitplan bestärkt.
Test bestanden: Das HTC Dream kann nun wie geplant an den Start gehen. Bild: FCC
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