Wird der Platz auf der Festplatte zu Hause knapp oder schafft es der Nutzer einfach nicht, an den USB-Stick zu denken, könnte sich ein
Online-Speicher lohnen, auf den man bequem von jedem Ort aus zugreifen kann. Mit
Wuala ist nun ein weiterer Service an den Start gegangen, der die Daten der Anwender nicht nur auf den eigenen Servern abspeichert, sondern zusätzlich auch die Festplatten der Teilnehmer nutzt.
Geben und Nehmen
So greift der Anbieter auf Peer-to-Peer-Technik zurück und lädt beim Zugriff auf eine Datei nach eigenen Angaben möglichst viele Fragmente aus dem Wuala-Netzwerk und die übrigen von den eigenen Servern. Dies soll unter anderem Stromkosten sparen und die Downloads beschleunigen. Zu den weiteren Vorzügen zählt ein unbegrenztes Datenvolumen, auch die Größe der einzelnen Dateien ist nicht limitiert. Um jedoch massig Daten abspeichern zu können, muss der Nutzer auch selbst Kapazitäten anbieten oder mehr Platz kaufen. Startend mit einem Gigabyte (GB) kann er entweder lokalen Speicher auf seinem Rechner 1:1 gegen Online-Speicherplatz eintauschen oder für verschiedene Pakete bezahlen. Als Anhaltspunkt: Zehn GB kosten 15 Euro pro Jahr, ein Terabyte ist für 640 Euro zu haben.
Für alle oder nur für bestimmte Nutzer zugänglich
Die Funktionsweise ist angenehm – die Dateien lassen sich einfach per Drag&Drop auf die Online-Festplatte laden und auch direkt in Wuala bearbeiten. Zudem ist es möglich, Videos und Songs als Stream schon vor dem abgeschlossenen Download abzuspielen. Ganz im Sinne vom
Web 2.0 kann der Nutzer seinen Fundus natürlich mit Freunden oder aber auch mit allen Personen teilen und wird auch benachrichtigt, wenn einer seiner Bekannten neue Dateien bereitgestellt hat. Wuala befindet sich im öffentlichen Beta-Stadium und wird von der Caleido AG aus Zürich betrieben und entwickelt. Bei der Verschlüsselung setzt der Anbieter auf einen 128 Bit AES-Algorithmus, bei der Authentifizierung auf eine 2048 Bit RSA-Verschlüsselung.
Die Oberfläche von Wuala ist englischsprachig. Screenshot: onlinekosten.de