VoIP, kurz für "Voice over IP", ist eine kostengünstige Alternative zur herkömmlichen Festnetztelefonie – vor allem, wenn Gespräche zu Anschlüssen in fernen Ländern anstehen. Doch bis heute hat das Telefonieren über das Internet zumindest mit einem Vorurteil zu kämpfen: es ist nicht besonders komfortabel. Immerhin muss zum Aufbau einer Verbindung und zum Entgegenehmen eines Gesprächs der Rechner eingeschaltet sein. Ein Problem – nicht nur in Zeiten steigender Energiepreise.
Zurück aus dem Ruhezustand
Um genau diesen Makel aus dem Weg zu räumen, hat sich der VoIP-Anbieter
Jajah mit Intel verbündet. Der Chip-Hersteller stellt in diesen Tagen eine neue Technologie vor, die auf den Namen "Remote Wake" getauft wurde: Sie erlaubt es Computern im Bedarfsfall aus dem Ruhezustand zu erwachen, um zum Beispiel ankommende Telefonate anzunehmen. "Internettelefonie hatte von Beginn an mit Qualitätsproblemen zu kämpfen, dadurch war und ist die Marktdurchdringung nach wie vor gering. Die Wurzel des Problems liegt darin, dass Computer bisher nicht für Sprachkommunikation konstruiert waren. Das ist ab heute anders, mit der neuen Generation von Intel-Chips und Jajahs Telefoniefunktion gibt es erstmals Computer, die vollwertige Telefone sind", sagt Roman Scharf, der Gründer von Jajah.
Die verfahrenstechnische Grundlage der neuen Entwicklung ist der Branchenstandard
SIP, wodurch auch externe Entwickler - auf der Jajah-Technologie aufbauend - Hard- und Software-Lösungen entwickeln und vertreiben können. "Die Kombination unserer Innovationen erlaubt eine einfachere Nutzung sowie eine hohe Energie-Effizienz und ermöglicht, dass der PC zu einer einzigartigen Zwei-Wege-Kommunikationsplattform für IP-basierte Telefonie wird," fügt Intel-Manager und frisch gebackener Jajah-Partner Joe Van De Water hinzu.