Die Erfindung des
Netbooks könnte sich als wahre Gelddruckmaschine für die Branche erweisen. Seitdem das erste Mini-Notebook, der
Eee PC, im vergangenen Dezember das Licht der Welt erblickte, ist die Käuferschaft nicht mehr zu bremsen. Nach einer neuen Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner, werden allein in diesem Jahr weltweit 5,2 Millionen Exemplare über den Ladentisch gehen – 2012 soll bereits die 50-Millionen-Grenze geknackt werden.
Ideale Alltagsgeräte
Das Erstaunliche an der Entwicklung: Ursprünglich wurden die preisgünstigen tragbaren PCs für den Bildungssektor entwickelt, doch wie die Analysten prognostizieren sind es private Nutzer, die mit rund 70 Prozent schon bald den Löwenanteil der Abnehmer ausmachen. "Die Nachfrage nach Mini-Notebooks speist sich aus mehreren Faktoren", fasst Annette Jump von Gartner zusammen. "Ausschlaggebend sind ihre kleine Gesamtgröße sowie die Größe des Bildschirms, ihr niedriges Gewicht, die leichte Bedienbarkeit und ihre Funktionalität, die annähernd an jene eines vollwertigen PCs heranreicht." Die Geräte seien ideal, um Inhalte abzurufen, durch das Netz zu surfen, E-Mail und Instant Messaging-Dienste zu nutzen sowie Fotos zu speichern und mit Freunden zu teilen.
Keine Konkurrenz für Notebooks – vorerst!
Dabei interessieren sich sowohl PC-Neulinge für die Laptop-Minis als auch erfahrene Nutzer, die zwar bereits einen Rechner besitzen, dabei aber auf den Komfort eines Zweit- oder Drittgeräts nicht verzichten wollen. Dies ist auch der Grund, weshalb Gartner davon ausgeht, das der Boom der Netbooks den Absatz herkömmlicher Notebooks nicht beeinflussen wird – zunächst jedenfalls. Sollte die technische Aufrüstung der kleinen Rechner aber im derzeitigen Tempo weiter voranschreiten, müsste die Notebook-Einsteigerklasse spätestens 2010 in Deckung gehen.