Versatel-Chef Peer Knauer
Bild: Versatel AG
Mit einem Plus an Neukunden und einem stark verbesserten Konzernergebnis hat der Düsseldorfer Telefon- und
DSL-Provider
Versatel das zweite Quartal abgeschlossen. Zwischen April und Juni erwirtschaftete der Konzern 211 Millionen Euro, was gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres einem Plus von 47,5 Millionen Euro entspricht. Während das Geschäft mit Privatkunden trotz des harten Preiskampfs auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt um sechs Prozent auf 87,8 Millionen Euro zulegte, verringerte sicher Umsatz mit Geschäftskundenleistungen um 2,2 Prozent auf 47,9 Millionen Euro.
Fast acht Millionen Euro Gewinn
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte im Jahresvergleich um 68,2 Prozent auf 65,1 Millionen Euro zu. Trotz hoher Investitionen in Höhe von 29,5 Millionen Euro blieb am Ende ein Gewinn in Höhe von 7,9 Millionen Euro. Im zweiten Quartal 2007 und auch im ersten Quartal dieses Jahres musste Versatel noch einen Verlust von 56,6 beziehungsweise 29,9 Millionen Euro vermelden.
Allerdings wurden auch im zweiten Quartal dieses Jahres wieder 48,4 Millionen Euro abgeschrieben. Als Abschreibung wird der Wertverlust von Unternehmensvermögen bezeichnet. Die Summe an Nettofinanzverbindlichkeiten legte im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres um 2,5 Prozent auf 511,4 Millionen Euro zu. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten um 2,8 Prozent auf 1.355.
25.700 neue DSL-Kunden
Eine positive Entwicklung zeigt ein Blick auf die Kundenzahlen. Insgesamt konnten 25.700 neue DSL-Anschlüsse geschaltet werden. Insgesamt stehen nun bei Versatel 691.600 DSL-Kunden unter Vertrag. Versatel bezeichnet dieses Wachstum aufgrund verringerter Marketing-Aufwendungen als Erfolg. Ein Blick auf die Konkurrenz zeigt aber, dass einige große Wettbewerber stärker wachsen. So konnte zum Beispiel
1und1 insgesamt
60.000 neue Kunden gewinnen,
o2 immerhin noch
41.000.
Vodafone konnte sogar um
112.000 Kunden zulegen.
Versatel-Chef Peer Knauer zeigte sich mit der Entwicklung seines Unternehmens dennoch zufrieden. "Die Marktperformance der Versatel AG war im Vergleich mit dem wettbewerb mehr als zufriedenstellend, insbesondere vor dem Hintergrund der reduzierten Marketingaufwendungen pro Neukunde." Aufgrund der am Donnerstag vorgelegten Zahlen wurde die erwartete Umsatzentwicklung für das laufende Jahr von 730 bis 740 Millionen Euro auf 760 bis 770 Millionen Euro angehoben. Das bereinigte EBITDA-Ziel wurde von 200 auf 210 bis 220 Millionen Euro nach oben korrigiert.