Die schicken Gimmicks finden sie schneller als die Eltern. Aber wenn Kids mit Handys hantieren, hat das sowohl etwas mit Verantwortung als auch mit Schutzbedarf zu tun. Und da hapert es häufig. Das betont der Verein Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) anlässlich des internationalen Tags der Jugend, der am 12. August begangen wird.
Mobilfunk-Wissen für Schüler und Lehrer
Gemeinsam mit medienpädagogischen Partnern hat der Verband bereits im Jahre 2004 das
Schulprojekt Mobilfunk ins Leben gerufen. Das Programm umfasst kostenlose Unterrichtsmaterialien in Form von Themenheften und Arbeitsblättern für verschiedene Altersstufen. Außerdem können Lehrer bundesweit Workshops und Fachvorträge selbst zusammenstellen und ebenfalls unentgeltlich buchen.
Lernsoftware greift Gesundheitsfragen auf
Kostenfrei ist auch die Lernsoftware "SAR und Mobilfunk" erhältlich. In vier Kursen informiert sie über die spezifische Absorptionsrate SAR, die in Deutschland gültigen Grenzwerte sowie den aktuellen Stand der Mobilfunkforschung.
"Heranwachsende müssen die
Möglichkeiten von technischen Geräten kennen", erläutert IZMF-Geschäftsführerin Dagmar Wiebusch, "nur so lernen sie moderne Medien
souverän und ungefährdet zu nutzen."
Noch in Arbeit ist das Baukastensystem für Elternabende mit Schülern zu Themen wie "Pro und Kontra Handyverbot an Schulen", das beide Parteien an einen Tisch führen und helfen soll, sich auszutauschen und gemeinsame Regeln zum Thema Umgang mit Handys aufzustellen.
Auch das Portal
Lehrer Online bietet Lehrermaterial rund ums Thema Mobilfunk an. Der "Handyführerschein" ist für Grundschulen gedacht, um auch den jüngsten Nutzern den verantwortungsvollen Umgang mit der Technik zu vermitteln.
Denn auch die "I-Dötzchen" und Konsorten sind schon fleißig im Mobilfunknetz unterwegs: IZMF-Zahlen zufolge besitzt bereits die Hälfte aller Kinder im
Alter von sechs bis zwölf ein eigenes Handy.