Für die Deutsche Telekom könnten schon bald schwere Zeiten anbrechen. Sie hat nicht nur im Festnetzgeschäft mit einem starken Kundenschwund zu kämpfen, sondern muss sich offenbar auch auf noch stärkere Konkurrenz durch die
Kabelnetzbetreiber einstellen.
Mehr Konkurrenz
"Die Deutsche Telekom wird bei Breitband- und Festnetzdiensten Marktanteile verlieren, während die Kabelbetreiber profitieren werden", sagte der Chef des in Nordrhein-Westfalen und Hessen aktiven Kabelnetzbetreibers
Unitymedia, Parm Sandhu, gegenüber der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Erst am Wochenende hatte Unitymedia zwei Kabelnetze der PrimaCom AG in Aachen und Wiesbaden
erworben.
Wie Sandhu die Telekom konkret unter Druck setzen möchte, wurde nicht verraten. Zweifelsohne bieten die Kabelnetzbetreiber aber schon heute konkurrenzfähige Tarife. Sie setzen immer stärker auf Triple-Play-Angebote, bei denen der Kunde nicht nur einen digitalen Kabel-Anschluss nutzen, sondern über das Kabelnetz auch telefonieren und mit hoher Bandbreite im Internet surfen kann.
Kleiner Tarifvergleich
Bei Unitymedia kostet ein solches Doppel-Flat-Paket mit beispielsweise 20.000 Kilobit pro Sekunde im Downstream
30 Euro - zuzüglich der Kosten für den Kabel-Anschluss, die meist allerdings in den Mietnebenkosten bereits enthalten sind. Zum Vergleich: ein ähnliches Entertain-Paket von T-Home kostet mindestens
49,95 Euro.