Orange Schweiz hat als einer der ersten
Mobilfunkanbieter weltweit zusammen mit einigen bekannten Marken ein Konzept mit in
Kurznachrichten eingebetteter Werbung getestet, um sich ein Bild des Potenzials von Werbung auf Mobiltelefonen in den europäischen Märkten zu verschaffen. Nach Abschluss des neunwöchigen Pilotprojektes zieht das Unternehmen jetzt Bilanz.
Rechnungsgutschrift für Kunden
Laut Orange seien die
Werbe-SMS bei den Kunden gut angekommen. Auch die Klickraten seien erfreulich hoch gewesen. Kurznachrichten gelten allgemein als der effektivste Kanal, um Handykunden Marken näher zu bringen. Zudem erreichen Textnachrichten ein viel größeres Publikum als dies bei traditionellen Werbeformen der Fall ist. Darüber hinaus empfinden Kunden SMS nicht als
störend und sie können jederzeit an jedem Ort gelesen werden. Im Vorfeld konnten sich Orange-Kunden für den Pilotversuch registrieren. Als Gegenleistung zur Werbung spendierte der Mobilfunkanbieter den Testteilnehmern eine Gutschrift auf die Handyrechnung.
Werbung wird in persönliche Kurznachrichten integriert
Anders als vorherige Versuche hat Orange seinen Kunden keine separaten Kurznachrichten geschickt, sondern die Werbe-Botschaften in den nicht genutzten Bereich der Textnachrichten integriert, ohne die maximale Länge einer SMS von 160 Zeichen zu überschreiten. Der Hintergrund: Kunden schreiben oft viel weniger in persönlichen Kurznachrichten als eigentlich möglich ist. Den nicht verwendeten Platz hat Orange für seine Werbe-Botschaften verwendet.
Hat ein Kunde eine SMS mit der integrierten Werbung erhalten, stehen ihm verschiedene Aktionen zur Auswahl. So kann er auf die Werbe-Botschaft reagieren, in dem er einem Link ins mobile Internet folgt oder eine Telefonnummer des Werbepartners - beispielsweise für ein Gewinnspiel - wählt. Zudem kann die Werbung zielgruppengenau in bestimmte Regionen und zu bestimmten Zeiten integriert werden.
Michael Friedrichs