Mobile Internetnutzung findet zunehmend mehr Anhänger. Dank schnellen Übertragungsstandards wie
UMTS und
HSPA können Mobilfunkgeräte zum schnellen Surfen im Internet genutzt werden. Möchte man allerdings mit einem Notebook, einem iPod oder anderen Geräten via
Handy im Netz surfen, so war bisher die Nutzung von Bluetooth, Kabel oder USB-Dongle erforderlich. Doch per Handysoftware kann eine Einwahl auch per
WLAN erfolgen.
Handys werden zu Hotspots
Joikusoft, ein Hersteller von mobilen Softwarelösungen, hat eine Kooperation mit der weltweit aktiven WLAN-Community
FON bekanntgegeben. FON verfügt rund um den Globus über etwa 250.000 WLAN-Hotspots. Die FON-Mitglieder stellen diese selbst bereit und teilen sich ihre Bandbreite mit anderen FON-Nutzern. Joikusoft stellt FON ab dem dritten Quartal eine FonSpot genannte Handysoftware zur Verfügung, mit der FON-Mitglieder ihre Mobilfunkgeräte in einen WLAN-Hotspot verwandeln können. Tom Ojala, Vorsitzender und Gründer von Joikusoft, erklärte, dass FON-Mitglieder das Internet mit ihrem Handy quasi in der Tasche tragen würden. "FON ist ein perfekter Partner zum Bereitstellen von kabellosen Wi-Fi-Zugängen für Mobiltelefone, da FON bereits über einen festen Nutzerstamm seiner tausenden Wi-Fi-Basisstationen verfügt", so Ojala.
Unbegrenzte Datenflat ist ratsam
Voraussetzung ist die Nutzung des Handy-Betriebssystems Symbian S60, das etwa auf etlichen Nokia-Handys oder den Samsung-Modellen i550 und G810 läuft. Die Anwender sollen mit FonSpot die volle Kontrolle darüber behalten können, wer Zugriff auf ihre kabellose Internetverbindung erhält. Bis zu fünf FON-Migliedern kann dieser über die Software erlaubt werden.
Das FON-Mitglied, das seinen mobilen Internetzugang anderen zur Verfügung stellt, sollte allerdings über eine unbegrenzte mobile Datenflat verfügen. Andernfalls könnte es auf der nächsten Rechnung zu unliebsamen Überraschungen bei einer übermäßigen Nutzung des mobilen Internetzugangs kommen. Das Problem dabei für deutsche FON-Nutzer: in Deutschland drosseln alle Anbieter von schnellen mobilen Datenflatrates ab einem bestimmten monatlichen Datenvolumen die Bandbreite auf GPRS-Geschwindigkeit herunter. Bei Vodafone liegt diese Grenze beispielsweise bei zehn Gigabyte im Monat, bei T-Mobile wird laut neuen Verträgen bereits bei fünf Gigabyte Datentransfer gedrosselt. Es empfiehlt sich also, den Datenverbrauch bei einer Bereitstellung der eigenen Bandbreite via FonSpot im Auge zu behalten. Eine Übersicht über
mobile Datentarife findet sich auch im Hintergrundbereich von onlinekosten.de.