Premiere-Chef Michael Börnicke sieht sein Unternehmen trotzdem im Plan. "Die Umstellung verläuft planmäßig, die Sicherheitslücke ist bald geschlossen. Jeder, der sich einen gehackten Receiver gekauft hat, wird bald merken, dass es Premiere nur für Premiere-Abonnenten gibt". Das eröffne Premiere insbesondere im vierten Quartal ein großes Vermarktungspotenzial, da man davon ausgeht, dass viele Programm-Piraten von den Vorzügen eines Premiere-Abos überzeugt werden können.
"Blick nach vorn"
"Alle wichtigen Weichen sind gestellt. Wir richten den Blick nach vorn", so Börnicke. Im zweiten Halbjahr wolle Premiere "stark wachsen, viele Neukunden gewinnen und den Umsatz pro Kunde erhöhen". Dabei soll auch eine
neue Markenstretegie helfen.
Weiter unklar ist, ob Premiere auch über die kommende Saison hinaus die Fußball Bundesliga zeigen wird. Schuld daran ist der Streit zwischen Deutscher Fußball Liga und Bundeskartellamt. Zuletzt wurde das angedachte Modell von den Wettbewerbshütern
gekippt, was weitere Verzögerungen bei der TV-Rechte-Ausschreibung zur Folge hat. Trotzdem sieht man sich bei Premiere gut vorbereitet. Börnicke meint: "Wenn uns die Ausschreibungsunterlagen vorliegen, werden wir die darin angebotenen Modelle und Pakete prüfen und dafür entsprechende Gebote abgeben. Daran hat sich durch die aktuelle Situation nichts geändert. Grundsätzlich wollen wir sicherstellen, dass wir die Bundesliga unseren Abonnenten auch in Zukunft zeigen."
Weiter sehe man gute Chancen, die Bundesliga mit einer höheren Exklusivität zeigen zu können. Für echte Fußball-Fans hat Premiere ein
All-Inclusive-Angebot für 20 Euro geschnürt.