Die Spitze des neuen ROKR-Trios führt das Kompakthandy EM30 an, dessen auffälligstes Merkmal die ModeShift-Technologie von Motorola darstellt. Dabei erscheinen auf der Tastatur nur jene Funktionen, die gerade benötigt werden: Per Knopfdruck wechselt das Handy so sein Aussehen vom herkömmlichen Mobiltelefon in einen vollwertigen MP3-Spieler. Gleichzeitig sollen bunte Lichter Auskunft über den derzeitigen Gemütszustand des Besitzers geben.
Das MotoROKR EM30
Im Übrigen kann sich der Musikliebhaber auf die gewohnten Funktionen verlassen: Der integrierte Player unterstützt die Formate MIDI, MP3, AAC, AAC+, Enhanced AAC+, WMA, WAV und AMR-NB. Da das EM30 mit dem Windows Media Player 11 kompatibel ist, können auch kopiergeschützte Dateien aus Online-Musikläden abgespielt werden. Ebenfalls mit dabei ist ein FM-Radio inklusive Radiodatensystem, das den Hörer synchron mit Infos über gespielte Titel versorgt. Platz genug dafür ist vorhanden. Die Größe des internen Speichers ist nicht bekannt, doch Motorola ließ mitteilen, dass optionale Micro-SD-Karten mit einer Größe von bis zu satten acht Gigabyte unterstützt werden. Damit die alten Kopfhörer auch weiterhin Verwendung finden können, wurde das Handy mit einem herkömmlichen 3,5 Millimeter Klinkenstecker ausgestattet – alternativ kann man sich auch auf den eingebauten Lautsprecher verlassen.
CrystalTalk für deutliche Gespräche
Musikhandy im Kompaktformat.
Bild: Motorola
Als Quadband-Handy kann das EM30 in beinahe allen Mobilfunknetzen der Welt Gespräche aufbauen, wobei – wie bei allen neueren Motolora-Modellen – auch hier die CrystalTalk-Technologie zum Einsatz kommt, bei der Telefonate auch in lauten Umgebungen verständlich bleiben. Abzüge gibt es bei der Datenübertragung: Hier reicht es nur bis zum
EDGE-Standard – von
UMTS keine Spur. Musikeinkäufe im mobilen Internet machen dadurch weniger Spaß, stattdessen müssen als lokale Schnittstellen der USB 2.0-Anschluss und Bluetooth einspringen.
Das EM30 misst 115x53x11 Millimeter und wiegt rund 100 Gramm. Auf der Rückseite befindet sich eine zwei Megapixel starke Kamera mit achtfachem Digitalzoom – keine überragende, aber marktübliche Hausnummer. Die Gesprächszeit gibt Motorola mit sechs Stunden an, vollaufgeladen bringt es der Akku zudem auf rund 15 Tage Standby. Wie lange der Energiespeicher bei eingeschaltetem MP3-Player durchhält, ist unbekannt – allerdings könnten die Geschwistermodelle der Reihe als Referenzen herhalten: Hier spricht Motorola von einem elfstündigen Musikgenuss. Der Preis und das Erscheinungsdatum für das EM30 sollen noch bekanntgegeben werden.