Mit drei neuen Musikhandys führt der US-amerikanische Gerätehersteller
Motorola seine ROKR-Serie weiter fort: Das EM25, EM28 und EM30 siedeln sich zwischen Einsteigerklasse und solidem Mittelfeld an. Während ihre Stärken im musikalischem Bereich liegen, müssen Nutzer nach gängigen Business-Funktionen oder gar flotten mobilen Internetzugängen vergeblich suchen.
Das MotoROKR EM28
Den Anfang macht das 90 Gramm schwere MotoROKR EM28, ein Klapp-Modell, das über ein 1,2 Zoll großes Schwarzweiß-Display auf der Frontseite verfügt. Im geschlossenen Zustand werden hier alle wichtigen Informationen über eingehende Sofortnachrichten und Anrufe sowie die gespielte Musik angezeigt. Apropos Musik: Herzstück des EM28 ist der integrierte MP3-Player, der auch in der Lage ist, die Formate AAC, AAC+, eAAC+, AMR NB, WAV und RA6 abzuspielen. Für einen guten Sound sorgt dabei der digitale Equalizer, der mit 3D-Sound-Effekten, räumlichen Klang und Bass Boost aufwarten kann.
Auch bei der Wiedergabe von Sprache kann das EM28 dank der ChristalTalk-Technologie eine gute Figur machen. Sie sorgt dafür, dass die Lautstärke automatisch an die Umgebungsgeräuschkulisse angepasst wird. Für das FM-Radio hat sich Motorola einige Extras einfallen lassen: Es zeigt nicht nur in Echtzeit Senderinformationen an, sondern bietet in ausgewählten Mobilfunknetzen auch die SongID-Funktion, bei der Lieder erkannt und namentlich benannt werden. Per Knopfdruck kann das laufende Programm zudem mono mitgeschnitten werden
Klinkenstecker für eigene Ohrhörer
Auch im zugeklappten Zustand bedienbar.
Bild: Motorola
Das Innendisplay misst 123x160 Pixel und kann insgesamt 65.000 Farben darstellen – keine überragende Größe, erscheint aber an die Außenmaße von 9,4x5x1,7 Zentimeter angepasst. Auf der rechten unteren Geräteseite befindet sich ein Klinkenstecker für die eigenen Kopfhörer – alternativ lässt sich die Musik per Stereo-Bluetooth auf Headsets abspielen. Auch eine Kamera ist an Bord, die allerdings mit 1,3 Megapixel und vierfachem Digitalzoom eher nur für Schnappschüsse taugt. Als Triband-Handy funkt das EM28 in den GSM-Frequenzen 850, 1.800 und 1.900 – auf eine schnelle Internetanbindung via
UMTS hat Motorola allerdings verzichtet. Lediglich
EDGE-Geschwindigkeit steht für Netzausflüge zur Verfügung.
Elf Stunden ununterbrochen Musikhören
Über die Größe des internen Speichers ist bislang nichts bekannt – Motorola teilte aber mit, dass er durch eine zusätzliche Micro-SD-Karte auf bis zu zwei Gigabyte erweitert werden kann. Deutlichere Informationen gibt es in Sachen Akkulaufzeit: Hier bringt es das EM28 auf 7,5 Stunden Sprechzeit und rund zehn Tage Standby. Der MP3-Player kann im Dauerbetrieb elf Stunden durchhalten. Wann und zu welchem Preis das Handy in den Regalen der deutschen Händler steht, wird noch bekanntgegeben.