Mittwoch, 06.08.2008 12:53

IPTV: Deutsche wünschen zeitversetztes Fernsehen

aus dem Bereich Breitband
Fernsehsendungen über das Internet: in Deutschland ist dies bisher noch kein Massenphänomen. Rund eine viertel Million Kunden nutzen in Deutschland bereits das sogenannte IPTV. Doch die Anbieter rechnen mit einem erheblichen Wachstum. Ein Massenmarkt von bis zu zehn Millionen Kunden könnte sich in den nächsten Jahren auftun. Die großen Anbieter haben dafür milliardenschwere Investitionen in den Breitbandausbau ihrer Netze getätigt.

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Sendungsstart nach Wunsch

Der High-Tech Verband Bitkom sieht IPTV als einen der großen Medientrends an. "IPTV ist dem traditionellen Fernsehen in vielen Bereichen überlegen" sagt Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. Die Vorteile für die Zuschauer würden überwiegen. So mache IPTV die Zuschauer nun zu eigenen Programmdirektoren, die eigenständig entscheiden könnten, wann sie eine Sendung anschauen wollen. Dieses zeitversetzte Fernsehen sehen laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens GfK 52,6 Prozent der Befragten als wichtigsten Vorzug von IPTV an. Weitere überzeugende Argumente für die Nutzung von Internetfernsehen sehen die Internetnutzer in der überdurchschnittlichen Bildqualität und und in der Möglichkeit Sendungen individuell zu archivieren.

Mehr Interaktivität durch Internetfernsehen

Aktuell können Zuschauer über das Internet bereits auf etwa 70 Programme zugreifen. Jeder fünfte begeistert sich für die breite Form der Mitmach-Möglichkeiten wie die Stimmabgabe bei Quizsendungen. Mit Bekannten könnte dann auch über Messenger-Dienste über das laufende Fußballspiel diskutiert werden.

Bitkom-IPTV-kl.jpg
Das Internetfernsehen bietet viele Vorteile.
Zum Vergrößern anklicken. Grafik: Bitkom


Das Feld der IPTV-Anbieter in Deutschland ist derzeit noch sehr übersichtlich. Neben der Deutschen Telekom mit ihrem T-Home Entertainment-Angebot finden sich Arcor Digtal TV und Alice home TV. Zum Empfang der Pay-TV-Sender ist neben einem Breitbandzugang ein Receiver notwendig. Die Kunden erhalten diesen entweder als Leihgerät oder kaufen ihn für rund 50 Euro.
Jörg Schamberg
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