Dienstag, den 05.08.2008 16:48

DVB-H: Mobile 3.0 soll sich erklären

aus dem Bereich Mobilfunk
Digitales Fernsehen auf dem Handydisplay wird nie eine Alternative für einen klassischen Fernseher sein, darin ist sich die Branche einig. Sehr wohl eignet sich der mobile TV-Empfang aber als Ergänzung. Dass die DVB-T-Nutzung im Park oder im Stau auf der Autobahn durchaus Spaß macht, hat zuletzt LG mit dem DVB-T-Handy HB620T bewiesen. Doch wie geht es eigentlich mit dem Alternativstandard DVB-H weiter? Kann ein Modell, bei dem für den TV-Empfang eine monatliche Grundgebühr bezahlt werden soll, überhaupt Erfolg haben? Offensichtlich glaubt daran inzwischen auch bei dem Lizenzinhaber Mobile 3.0 niemand mehr so wirklich.

Anzeige
Es muss etwas passieren

Jetzt haben sich die Landesmedienanstalten eingeschaltet und verlangen von Mobile 3.0 Klarheit über die Fortschritte bei der Einführung von DVB-H in Deutschland. In einem Brief an das Betreiberkonsortium sieht der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Thomas Langheinrich, die Betreiber in der Pflicht, Auskunft über die Perspektiven des Projektes zu geben.

Langheinrich erwartet von Mobile 3.0, dass Stellung zu den Gerüchten bezogen wird, wonach die Einführung eines flächendeckenden DVB-H-Netzes in Deutschlands vor dem Aus stehe. "Es ist Zeit für ein Signal von Mobile 3.0, ob die DVB-H-Plattform eine Chance auf Realisierung hat", so Langheinrich. Es fehle zum Beispiel noch an wichtigen Verträgen zum Aufbau des Sendernetzes und zum Vertrieb der DVB-H-Handys.

Vorwurf: Mobilfunker blockieren

Die Landesmedienanstalten hatten nach einem Vorschlag der Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten im Frühjahr dem Konsortium Mobile 3.0 (Burda, Holtzbrinck und Naspers) den Versuchsbetrieb von Handy-TV auf der Basis der DVB-H Technologie zugewiesen und sich im gleichen Atemzug dagegen entschieden, T-Mobile, Vodafone und o2 beim Aufbau eines DVB-H-Netzes zu vertrauen. Medienberichten zufolge macht man bei Mobile 3.0 insbesondere die Blockade-Haltungen der Mobilfunker für das nahende Aus verantwortlich.
Hayo Lücke
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
© 1999-2010 onlinekosten.de GmbH :: Impressum :: Presse :: Jobs