Montag, 04.08.2008 19:39

Sagem wechselt für 220 Millionen Euro den Besitzer

aus dem Bereich Mobilfunk
Die französische Muttergesellschaft des Handyherstellers Sagem, die Safran-Gruppe, trennt sich von ihrer Tochter. Käufer der Mobiltelefongeschäfts ist die Hightech-Investmentgruppe Sofinnova, die für Sagem 220 Millionen Euro auf den Tisch legen wird. Der Deal soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

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Glücklose Handysparte

Wie Safran mitteilt, wird Sofinnova die Marke unter dem Namen Sagem Wireless fortführen. Sagem stellt unter anderem fremden Geräteherstellern Mobiltelefone ohne Branding zur Verfügung, die dann unter dem eigenen Namen weiterverkauft werden. Ein entsprechender Vertrag besteht beispielsweise mit Sony Ericsson, wo man sich seit einem Jahr bei der Zulieferung von Billighandys auf Sagem verlässt.
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Das Sagem-Handy my750x. Bild: Sagem

Schon seit längerem drängte Safran auf eine Ausgliederung der glücklosen Handysparte: "Vor einigen Monaten habe ich geschworen, dass ich eine Lösung für das Handygeschäft finden werde – heute ist dieses Versprechen erfüllt", kommentierte Safran-Chef Jean-Paul Herteman den Entschluss. "Ich bin überzeugt, dass es sich als eine erfolgreiche Lösung zeigen wird. Das Geschäftsmodell richtet sich klar an die Bedürfnisse einer Zielgruppe. Gleichzeitig können wir die laufenden Kosten minimieren." Der Konzern wird sich nicht vollständig von Sagem trennen, die Vereinbarung sieht einen Anteil von zehn Prozent vor, der bei Safran verbleiben wird.

Stellenabbau unvermeidbar

Noch ist der Verkauf nicht in trockenen Tüchern, da das grüne Licht der Gewerkschaften noch aussteht. Derzeit arbeiten nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters rund 690 Mitarbeiter bei Sagem – nach vollzogener Übernahme soll die Menge der Arbeitsplätze auf 310 schrumpfen. 70 Stellen wird es dann noch im Hauptquartier im franztösischen Cergy-Pontoise geben. Rund 240 Arbeiter werden für Sagem in China produzieren.
André Vatter
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