Mittwoch, 06.08.2008 10:06

Klicken statt Blättern: Telekom setzt auf E-Paper

aus dem Bereich Sonstiges
Der digitale Wandel macht auch vor dem Zeitschriftenmarkt nicht Halt. Dies belegt eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Demnach wünschen sich weltweit rund 60 Prozent der Leser eine digitale Ausgabe zumindest als Ergänzung, Leser unter 15 Jahren ziehen digitale Zeitschriften der Printausgabe sogar vor. Allerdings wollen die Käufer für ein elektronisches Magazin nur rund halb so viel ausgeben wie für den gedruckten Titel. Für die Studie wurden rund 5.000 Leser in zehn Ländern, darunter über 500 aus Deutschland, befragt.

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Geschäftsmodell überdenken

Laut der Studien zwingt diese Entwicklung Verlage dazu, ihr Geschäftsmodell neu auszurichten. "Zusätzliche Werbeerlöse werden die Einbußen beim Vertrieb kaum ausgleichen können", kommentiert Frank Mackenroth von PricewaterhouseCoopers. Verlage müssten neue Erlösquellen erschließen, in dem sie das Markenpotenzial ihrer Zeitschriften beispielsweise durch Online-Shops stärker nutzen. Zeitschriftenverlage würden derzeit einen weltweiten Jahresumsatz von rund 50,3 Milliarden Euro erwirtschaften. Bis zum Jahr 2012 werde es voraussichtlich einen Erlösanstieg auf 61 Milliarden Euro geben. Der Umsatzanteil des digitalen Geschäfts dürfte dann zwischen zehn und 20 Prozent liegen.

Deutliche Unterschiede zwischen den Ländern

Auch in Deutschland haben einige Verlage bereits gedruckte Magazine zu Gunsten digitaler Ausgaben eingestellt. Dennoch wird dies hierzulande wohl eher die Ausnahme bleiben. Zwar würde jeder zweite Leser seine Lieblingszeitschrift auch dann kaufen, wenn sie ausschließlich in digitalem Format erhältlich ist, aber insbesondere Frauen können sich kaum vorstellen, ihre Zeitschrift nur noch auf dem Bildschirm zu lesen. Nur 29 Prozent würden eine rein digitale Ausgabe kaufen, bei den Männern beläuft sich der Anteil auf 41 Prozent. Ganz anders sehen die Vorlieben der Leser in China, Indien und Russland aus. Dort hätten zwischen 70 und 80 Prozent der Befragten kein Problem damit, Zeitschriften ausschließlich auf ihrem Handy oder auf dem Computer zu lesen.
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