Generell dient Internet vor allem als Informationsmedium. Rund die Hälfte aller Internetnutzer ruft mindestens einmal wöchentlich Nachrichten und Informationen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Sport auf. Großen Zuspruch finden dabei neben den Seiten von bekannten Nachrichtenmagazinen auch die Online-Angebote von Fernsehsendern und Tageszeitungen.
Online-TV für die Jugend
"Von unseren Online-Auftritten erwarten die Menschen die Qualität, die sie seit Jahrzehnten an den Fernseh- und Hörfunkprogrammen der ARD schätzen. Sie wollen, dass wir unsere hochwertigen Inhalte multimedial aufbereiten und zeitunabhängig im Internet zur Verfügung stellen." schließt der Intendant des Hessischen Rundfunks, Helmut Reitze, aus der Studie.
Auch ZDF-Intendant Markus Schächter sieht die Nutzungsgewohnheiten gerade der jüngeren Zuschauer im Wandel. Das ZDF könne jüngere Zuschauer ohne attraktives Online-Angebot mittelfristig nicht mehr erreichen. Mit der ZDF-Mediathek sei der Sender aber gut aufgestellt. Die Online-Studie liefert ARD und ZDF auch Material gegen die Kritiker der öffentlich-rechtlichen Online-Angebote. Die Internet-Angebote der Sender sollen
beschränkt werden.
Über 65 Prozent der Erwachsenen sind online
Im Frühjahr betrug die Zahl der erwachsenen, deutschen Internetsurfer 42,7 Millionen. Damit ist noch ein Drittel der Erwachsenen offline. Bei den 14- bis 29-jährigen gibt es kaum noch jemand ohne Internetzugang, insgesamt 96 Prozent sind in dieser Altersgruppe mit dem Internet verbunden. Mit höherem Alter nimmt die Internetverbreitung ab. Bei den 30- bis 49-jährigen liegt diese bei 83 Prozent, bei den 50- bis 59jährigen bei 66 Prozent. Lediglich 29 Prozent der älteren Deutschen zwischen 60 und 79 Jahren finden den Weg ins Internet. Dennoch verzeichnet die Gruppe der sogenannten
Silver Surfers mit elf Prozent den höchsten Anstieg an neuen Internetnutzern.
Jörg Schamberg