Sommer, Sonne, Urlaub: endlich geht es ab in die Ferien. Doch auf den Autobahnen werden viele Reisenden schnell wieder in die Realität zurückgeholt. Über viele Kilometer reiht sich Stoßstange an Stoßstange und nichts geht mehr: Stau. An der Verbesserung von Stauprognosen wird stetig gearbeitet.
Handys als Staumelder
Auch der Allgemeine Deutsche Mobil-Club (ADAC) versucht sich an Mitteln gegen den Stau. Eine neue ADAC StauScanner-Software für Handys, die kostenlos für Besitzer von aktuellen Handys erhältlich ist, ermöglicht eine Vereinfachung von
mobilen Staumeldungen. Die Softwareanwendung wird bei Fahrtantritt gestartet und der StauScanner bei Auffahrt auf die Autobahn aktiviert. Kommt der Autofahrer in einen Stau, so kann er per Tastendruck oder Berührung des Handydisplays bei Stauanfang und am Stauende gleich den genauen Standort sowie die Staumeldernummer an die ADAC-Verkehrszentrale übertragen. Diese leitet die Meldung direkt an die angeschlossenen Rundfunksender weiter. Der ADAC stützt seine Verkehrsmeldungen unter anderem auf die Mitteilungen von rund 120.000 Staumeldern, auf Meldungen von LKW-Fahrern sowie Angaben der Polizei.
Derzeit nur für Handys mit Windows Mobile
Stau per Handy melden.
Bild: ADAC
Voraussetzung für die Nutzung der Handysoftware: Ein GPS-Empfänger muss entweder im Handy selbst oder in einem im Auto genutzten Navigationsgerät verfügbar sein. Die Datenübermittlung ist nach Angaben des ADAC für Staumelder kostenlos. Zunächst können allerdings nur Besitzer von Handys mit aktuellem Windows Mobile Betriebssystem die Software nutzen. Die Software unterstützt auch die Eingabe per Sprache. Bei einem Stauanfang fragt die Handy-Anwedung den Autofahrer, ob er einen Stau melden möchte. Für die freiwillige Tätigkeit als
Staumelder können sich interessierte Autofahrer auf der Internetseite des ADAC oder per E-Mail an staumelder@adac.de registrieren.
Jörg Schamberg