Still und leise hat
Amazon in den USA gleich zwei neue
Online-Bezahlsysteme gestartet und sorgt damit für reichlich Wirbel - vor allem bei den Konkurrenten
eBay und Google. Denn ähnlich wie bei
PayPal übernehmen die Systeme des Internet-Versandhauses nicht nur die komplette Zahlungsabwicklung, sondern erlaubt es Kunden auch, Käufe auf anderen Internetseiten über ihre bei Amazon hinterlegten Kundendaten wie Lieferadresse und Bankverbindung abzuwickeln.
Checkout und Simple Pay
Besonders der neue Dienst "Checkout" ärgert die Konkurrenz. Laut Amazon ist das System eine komplette Bezahl-Lösung mit bereits bekannten Funktionen wie beispielsweise dem Blitz-Einkauf mit nur einem Mausklick, der Versandkosten-Verwaltung sowie dem Bestell-Status und steht ab sofort auch anderen Online-Händlern zur Verfügung. Um "Checkout" allerdings nutzen zu können, müssen Käufer bei Amazon über ein eigenes Kundenkonto verfügen. "Simple Pay" als zweiter neuer Dienst richtet sich dagegen an die Verbraucher und soll es Kunden künftig ermöglichen, ihre bei Amazon hinterlegten Kundeninformationen auch für den Einkauf in anderen Online-Shops zu nutzen. Laut Unternehmen richte sich der Start der neuen Bezahl-Systeme vor allem an Kunden, die häufig unterwegs sind und nur wenig Zeit zum Online-Shopping aufbringen wollen. Außerdem seien die Neuerungen Teil der aktuellen Strategie des Internet-Versandhauses, seine Webtechnologien auch anderen Internetunternehmen zur Verfügung zu stellen.
Vorerst nur in den USA
Ziel der neuen Dienste sei es auch, die Kundenfreundlichkeit des Einkaufens auf dem Online-Portal weiter zu verbessern, bestätigte
Amazon Deutschland-Sprecherin Christine Höger gegenüber pressetext. Erst kürzlich habe das Unternehmen in Deutschland seinen
Prime-Dienst eingeführt, der für bundesweite Lieferadressen eine kostenlose Zustellung bereits am Tag nach der Bestellung ermöglicht. Wann und ob es die beiden neuen Bezahlsysteme auch in Deutschland geben werde, konnte die Sprecherin noch nicht sagen.
Michael Friedrichs