Der Halbleiterhersteller Infineon baut 3.000 Stellen ab: Angesichts der aktuellen Marktbedingungen, der nachteiligen Wechselkursentwicklung und des Konzernumbaus sei ein Personalabbau "unvermeidlich", erklärte der Konzern bei der Vorstellung seiner Quartalszahlen.
Alle Standorte betroffen
Betroffen seien "alle Standorte, Funktionen und Hierarchieebenen". Infineon steckt weiter in den roten Zahlen: Im dritten Quartal seines Geschäftsjahres, das am 30. Juni endete, wies das Unternehmen einen Fehlbetrag in Höhe von 592 Millionen Euro aus, bereits im Vorquartal betrug dieser 1,37 Milliarden Euro.
Begründet wurde der Verlust in Teilen mit Abschreibungen in Höhe von 411 Millionen Euro für die Wertberichtigung bei der angeschlagenen Speicherchip-Tochter Qimonda. Bei Infineon arbeiten rund 43.000 Menschen, 13.500 davon beim Qimonda-Konzern, der dem Halbleiter-Hersteller zu mehr als drei Vierteln gehört und den er losschlagen will.
Qimonda wird in den Infineon-Bilanzen mittlerweile als "nicht fortgeführte Aktivität" geführt. Damit will Infineon die Trennung weiter vorantreiben.
Hayo Lücke
/ afp