Die neue Länderdomain von Montenegro entpuppt sich als heimlicher Renner in der Internetgemeinde. Nur wenige Tage nach dem Start der freien Registrierungsphase sind beim zuständigen Registrar
Afilias schon bereits mehr als 50.000 Anträge für
Internetadressen mit der Endung .me eingegangen.
Interesse in den USA ist groß
Besonders groß ist das Interesse aus den USA. Demnach kommen die Hälfte aller Registrierungen aus den
USA, gefolgt von Großbritannien (elf Prozent) und Deutschland (neun Prozent). Allerdings stehen den Interessenten nicht alle möglichen Domain-Namen zur Verfügung. So plant der Registrar, schon bald rund 3.000 besonders attraktive .me-Adressen - wie beispielsweise buy.me, love.me oder call.me - im Rahmen einer Auktion
gegen Höchstgebot zu versteigern. Weitere 400 Internetadressen seien für die montenegrinischen Behörden gesichert worden und sollen nicht daher nicht zum Verkauf stehen.
Attraktive Domain-Endung
Ein Grund für die große Nachfrage nach der neuen Länderdomain ist sicherlich die attraktive Endung. So hat der Begriff "me" in vielen Sprachen eine über die Länderbezeichnung hinausgehende Bedeutung und bietet dadurch vor allem für die wachsenden Bereiche der Sozialen Netzwerke ganz neue öglichkeiten.
.yu-Domains verschwinden bis Ende 2009
Mit der Einführung der neuen
Länderendung setzt der Balkanstaat aber auch einen Schlussstrich unter die bisher gemeinsam mit Serbien genutzte Domain-Endung .yu für Jugoslawien. Ende nächsten Jahres sollen die alten Internetadressen dann auslaufen und vom Markt verschwinden. Bis dahin haben die Besitzer dieser Domains aber noch die Möglichkeit, ihre alte .yu-Adresse auf die neue Länderendung .me "umschreiben" zu lassen.