Bereits seit 2006 fährt die Deutsche Telekom ein hartes Sparprogramm: Bis Ende des Jahres will der Konzern 32.000 Stellen abgebaut haben. Der Personalvorstand und Arbeitsdirektor Thomas Sattelberger kam erst im vergangenen Jahr zur Telekom und setzt seitdem die Personaleinsparungen konsequent um.
Abfindungsprogramm
In der angeschlagenen Geschäftskundensparte T-Systems soll nun ein Abfindungsprogramm die Beschäftigten in Deutschland ermuntern, ihre Firma zu verlassen. Dabei schloss Sattelberger
betriebsbedingte Kündigungen "in letzter Konsequenz" nicht aus. Zum Abfindungsprogramm sagte er am Mittwoch: "Wir müssen uns auf diesem Weg auch von Mitarbeitern trennen. Da will ich niemandem ein X für ein U vormachen". Neben Geldzahlungen will T-Systems ausstiegswillige Mitarbeiter auch an andere Unternehmen vermitteln und dafür eine Vermittlungsgarantie geben.
Weitere Kündigungen
Bis zu 4000 von 40.000 Stellen soll die Geschäftskundensparte in Deutschland so bis zum nächsten Frühjahr einsparen. Denn hierzulande sind die Umsätze – anders als im Ausland – rückläufig. Deshalb waren nach Konzernangaben schon in den vergangenen Jahren jeweils 3.000 bis 4.000 Stellen gestrichen worden. Die Zahl betriebsbedingter Kündigungen werde in diesem Jahr womöglich deutlich höher ausfallen als bisher. Hintergrund sei ein Sparprogramm bei T-Systems, das bereits seit Anfang 2008 laufe, erklärte der Telekom-Personalchef. Das Tochterunternehmen müsse wieder zu mehr Profitabilität finden. T-Systems beschäftigt weltweit insgesamt rund 56.500 Mitarbeiter.