Klingeling und Düdeldü im Bus, im Park, selbst im Kino und Theater: Telefonieren per
Handy ist praktisch, beliebt und manchmal einfach lästig. Rücksichtslose Brüll-Gespräche treiben unfreiwillige Zuhörer zunehmend auf die Barrikaden. Das beweist eine Studie des Bundesverbandes für Informationswirtschaft und Telekommunikation (Bitkom).
Mehr Last als Nutzen?
Ein Drittel der rund tausend Befragten stört sich häufig, ein weiteres Drittel manchmal an lauten Gesprächen in ihrer Umgebung. Nur 31 Prozent der Befragten haben damit kein Problem. Eine Trendwende? Sind die Deutschen langsam Handy-müde? Soweit kann man wohl nicht gehen. Schließlich finden 64 Prozent, dass die positiven Seiten des Mobiltelefons überwiegen. Ein Drittel (34 Prozent) sieht gleichermaßen Vor- und Nachteile. Nur zwei Prozent wollen von kleinen Taschentelefonen nichts wissen.
Es geht auch leiser
Laptops hingegen stören kaum jemanden. 81 Prozent haben nichts dagegen, wenn jemand öffentlich das Notebook auspackt und zur Maus greift. Es sei denn, es werden DVDs ohne Kopfhörer abgespielt. Technik ja – Lärm nein: Das gilt offenbar für alle in der Öffentlichkeit genutzten Geräte.
Der Bitkom empfiehlt, beim Handy mehr von Licht- und Vibrationssignalen statt Tönen Gebrauch zu machen. Sie reichen häufig, um eingehende Anrufe und SMS anzukündigen. Dank verbesserter Sprachqualität sei auch lautes Sprechen meist schlichtweg überflüssig. Wer sich mit seinen Handy-Optionen beschäftigt, profitiert von der verbesserten Sprachqualität moderner Geräte und schont gleichermaßen Stimmbänder und die Nerven seiner Mitmenschen.
Dorothee Monreal