Für die Anpassung an die persönlichen Bedürfnisse hat Sonim das Handy mit sieben polyphonen Klingeltönen ausgestattet, die je nach gewähltem Profil (Normal, Stumm, Meeting, Draußen und Kfz-Modus) zum Einsatz kommen. Weitere Tondateien können später hinzugefügt werden – allerdings sollte man aufgrund des mit zehn Megabyte (MB) knapp bemessenen Speichers mit dieser Möglichkeit sparsam umgehen. Über das Hauptmenü lässt sich außerdem die
WAP-Funktion aufrufen – die aufgrund der in die Jahre gekommenen
GPRS- Unterstützung jedoch ein langsamen Vergnügen darstellt.
Telefonieverhalten
Das Sonim XP1 funkt als Triband-Handy in den GSM-Frequenzen 900, 1.800 und 1.900 Megahertz, wobei die Sprachqualität klar und ausgewogen wirkt. Ein dickes Lob! Zusätzlich gibt es bei aufgebauten Verbindungen die Möglichkeit, das Gespräch per integrierter Freisprecheinrichtung zu führen oder das gesamte Telefonat gleich mitzuschneiden. Beim Thema "mögliche Gesprächsdauer" macht die Bewertungskurve hingegen wieder einen kleinen Bogen nach unten: Sonim liefert das Handy gemeinsam mit einem Lithium-Ionen-Akku mit 1.100 Milliamperestunden aus. Laut Herstellerangaben soll dieser Leistung für bis zu fünf Stunden Sprechzeit und rund acht Tage Standby liefern – keine überragenden Werte, zumal im Praxistest diese Angaben nicht einmal erreicht wurden. Wer sich das Sonim XP1 anschafft, muss wissen, dass er es bei regelmäßigem Gebrauch meistens schon am zweiten Tag an die Leine des Ladegeräts legen muss.
Nichts für Ästheten: Der Akkudeckel des XP1.
Bild: onlinekosten.de
Das Fazit
Sicher, Mobilfunk-Freaks werden bei der mageren Ausstattung des XP1 ungläubig den Kopf schütteln: Es verfügt über keine schlanken Design-Maße, besitzt keine Kamera, keinen MP3-Player, keine Infrarotschnittstelle, unterstützt kein
UMTS und hat dafür ein eher grob aufgelöstes Display. Zur Verteidigung muss man sagen, dass das Sonim-Handy nie den Anspruch hatte, über all diese Qualitäten zu verfügen. Es ist ein robustes Outdoor-Handy, das eher für das Kommunikationsbedürfnis im exotischen Rucksacktourismus, auf Baustellen oder in Maschinenräumen entwickelt wurde – und diese Aufgabe kann das XP1 gerade durch den Technikminimalismus bestens meistern. Es ist eines der zähsten Mobiltelefone, die derzeit auf dem Markt zu haben sind, und es garantiert ohne Schnickschnack und mit kinderleichter Bedienung den todsicheren Verbindungsaufbau. Tatsächlich gibt es nur einen Punkt, den man kritisch betrachten könnte: den Preis. Zur Zeit des Tests ging das Sonim XP1 für rund 230 Euro über den Ladentisch – 50 Euro weniger hätten es auch getan.
| Name: |
XP1
Bluetooth |
| Hersteller: |
Sonim |
| Internet: |
www.sonimtech.com |
| Preis: |
ca.
230 Euro |
| Technische Daten: |
| Antenne: |
GSM
Triband |
| Abmessungen: |
113
x 50 x 22 Millimeter |
| Gewicht: |
128
Gramm |
| Display: |
1,77
Zoll, 128 x 160 Pixel, 65.000 Farben |
| Speicher: |
10
MB intern |
| Schnittstellen: |
USB,
Bluetooth 1.2 |
| Digitalkamera: |
keine |
| Lieferumfang: |
Akku,
Ladegerät, Kunststoffholster |
| Extras: |
Organizer,
Gesprächsaufnahme |
| Akkulaufzeit
im Test: |
3
Stunden Sprechzeit, ca. sechs Tage Bereitschaftszeit |
| Pro & Contra: |
Robustheit
ausgewogenes Tastenfeld
Sehr gute Sprachqualität
leichte Bedienung
|
kaum Schnittstellen
lediglich GPRS
hohes Gewicht
mäßige Akkuleistung
|
| Bewertung: |
| Bedienung
(30%): |
gut |
| Ausstattung
(20%): |
ausreichend |
| Verarbeitung
(20%): |
sehr
gut |
| Akkulaufzeit
(20%): |
ausreichend |
| Telefonfunktion
(10%): |
gut |
Gesamtnote:
|
befriedigend (2,6) |
| Preis-Leistung: |
ausreichend |