Anfang Juli hatte der Lebensmittel-Discounter Aldi für Aufsehen gesorgt. In den Filialen von Aldi-Süd und Aldi-Nord wurde ein kleines Netbook, das
Medion akoya MINI mit Zehn-Zoll-Display zum Preis von 399 Euro angeboten. Bereits nach mehreren Stunden war der mobile Rechner deutschlandweit so gut wie ausverkauft. Auch onlinekosten.de hat das Netbook
getestet. Zeigten sich die Käufer zunächst begeistert, so mehren sich nun doch die Berichte, dass das Netbook mit dem einen oder anderen Problem zu kämpfen hat. Die Redaktion von onlinekosten.de hat direkt beim Hersteller Medion nachgefragt.
BIOS-Update steht bereit
Bereits am ersten Verkaufstag konnten die stolzen Besitzer des Medion-Netbooks ein BIOS-Update im
Supportbereich auf der Medion-Homepage finden. Was war geschehen? Etliche Nutzer klagten darüber, dass ihr akoya MINI nach Drücken der Einschalttaste zwar kurz startet, dann aber nach einigen Sekunden wieder abschaltet. Das BIOS war so eingestellt, dass die Einschalttaste nur kurz angetippt werden muss und der Rechner fährt hoch.
Wird die Taste länger als zwei Sekunden gedrückt, so ergibt sich das geschilderte Problem. Das neue BIOS, Version 1.05, korrigiert dieses und fixt gleichzeitig noch einige kleinere Mängel. Nach dem Download der .exe-Datei muss diese nur ausgeführt werden. Eine Anleitung öffnet sich, die die einzelnen, notwendigen Schritte für jedermann verständlich erklärt. Im Gespräch mit onlinekosten.de warnte allerdings Randolph Wirtz, Technical Manager Mobile Computing bei Medion, davor, ein anderes als das von Medion bereitgestellte BIOS-Update zu nutzen. Das für das nahezu baugleiche
Wind-Notebook von MSI erhältliche BIOS-Update sollte auf keinen Fall verwendet werden, da es damit zu Problemen kommen könnte. Medion hafte nicht für daraus erfolgte Komplikationen. Medion bittet die Netbook-Besitzer darum, vor einem BIOS-Update zunächst generell die Medion-Hotline zu kontaktieren, um zu klären, ob das Update das bestehende Problem des Kunden lösen kann.