In Cupertino, Kalifornien, dürften am heutigen Montag die Sektkorken geknallt haben. "Das
iPhone 3G hatte ein aufsehenerregendes Wochenende", freute sich Apple-Chef Steve Jobs. Insgesamt sei das kultige Smartphone seit dem offiziellen Verkaufsstart am Freitag in aller Herren Länder eine Millionen Mal über die Ladentheke gegangen. Zum Vergleich: Bis im vergangenen Jahr so viele Geräte der ersten Generation verkauft wurden, waren gut zweieinhalb Monate ins Land gegangen – allerdings fiel damals die weltweite Verfügbarkeit mit gerade einmal sechs Ländern wesentlich geringer aus. Doch es gibt noch etwas, das Jobs fröhlich stimmt. Der neue App Store, über den
Spiele und andere Anwendungen für das iPhone und den iPod touch gekauft werden können, sei ein "Grand Slam". In den ersten drei Tagen hätten die Gerätebesitzer zehn Millionen mal unterhaltsame oder hilfreiche Miniprogramme heruntergeladen.
iTunes 7.7 ist da
Möglich macht es die nun veröffentliche Neuauflage des Apple-Mediaplayer iTunes: Ab der Version 7.7 ist der App Store serienmäßig integriert. Per Update-Funktion oder
Download der Installationsdateien kann können Nutzer ihre Version auf den neusten Stand bringen. Die im App Store gekauften Anwendungen werden dann wahlweise per
UMTS oder
WLAN auf das iPhone übertragen, wobei für Datenpakete, die größer als zehn Megabyte (MB) sind, nur die letzte Möglichkeit angeboten wird. Wie Jobs mitteilte, seien zum Start rund 500 Anwendungen im Online-Shop direkt verfügbar – keine soll mehr als 9,99 US-Dollar kosten, wovon 70 Prozent der Einnahmen direkt an die Entwickler fließen. Eine kostenlose Beigabe hat Apple schon jetzt im Angebot: Die Anwendung mit dem schlichten Namen "Remote" macht aus jedem iPhone eine Fernbedienung, mit der sich iTunes und Apple TV steuern lassen. Ebenfalls erwähnenswert ist der neue Wifi Music Store, mit dem kostenpflichtige Songs in WLAN-Zonen ohne Umweg über das Mobilfunknetz auf das Handy geladen werden können.
Neues iPhone-Betriebssystem
Der App Store bei iTunes.
Screenshot: onlinekosten.de
Mit iTunes 7.7 können bisherige iPhone-Besitzer auch gleich das neue Apple-Betriebssystem für Handys herunterladen, das mit einem eigenen Icon den App Store direkt auf dem Home-Screen des Geräts verfügbar macht. Erst das neue OS-Update 2.0 erlaubt es, auch im Nachhinein Anwendungen fremder Anbieter zu installieren. Eine Aktualisierung des Betriebssystems ist in jedem Fall empfehlenswert: Erst vergangene Woche berichtete onlinekosten.de über teils gravierende
Sicherheitslücken, die in der bisher aktuellen Version 1.1.4 den Nutzer bei Surfausflügen einer Gefahr aussetzten.
Aus .Mac wird Mobile me
Über noch eine Neuerung können sich die treuen Apple-Kunden freuen. Wer bisher .Mac zur Synchronisierung seiner Daten verwendete, wird ab sofort automatisch auf den neuen Dienst
Mobile me weitergeleitet. Die Plattform erlaubt Push-Funktionen für E-Mails, Kontakte und Kalender und übernimmt vorgenommene Änderungen auf allen angemeldeten Geräten, wie iPhone, iPod touch, Mac und PC. Apple berechnet für den Dienst eine Jahrespauschale: Für eine Einzelmitgliedschaft werden einmal 79 Euro fällig, eine Familienlizenz schlägt mit 119 Euro zu Buche.