In zahlreichen Ländern ist in der Nacht der Verkauf der zweiten Version des Multimediahandys iPhone angelaufen. Das neue Gerät vom US-Computerhersteller Apple kam zuerst in Neuseeland auf den Markt. Hunderte von Neuseeländern standen vor den drei ausgewählten Geschäften in Auckland, Wellington und Christchurch Schlange. In Neuseeland wird das Gerät für umgerechnet knapp 100 Euro verkauft, hinzu kommen allerdings Zwei-Jahres-Verträge mit dem einzigen dortigen Anbieter Vodafone zu 250 neuseeländischen Dollar (rund 120 Euro) pro Monat.
Ganz vorn in der Warteschlange in Auckland stand der 22-jährige Student Jonny Gladwell. "Ich gehe jetzt nach Hause, lade es auf, spiele ein bisschen damit - und dann werde ich selig schlafen", sagte Gladwell, als er das Gerät erstanden hatte.
Hype auch in Japan
Warteschlagen gab es auch in Japan, wo das neue iPhone von Softbank Mobile für 23.040 Yen (gut 135 Euro) angeboten wird. Die erste Version war in Japan nicht auf den Markt gekommen. In Zürich standen um Mitternacht rund 500 Interessenten bei Swisscom Schlange. Nach Informationen der Tageszeitung "Le Temps" beschafften sich rund 50.000 Schweizer das neue iPhone auf unterschiedlichen Wegen bereits vor der offiziellen Markteinführung.
Auch in Deutschland kommt das iPhone heute auf den Markt. Der
Exklusivpartner T-Mobile will das Telefon
ab einem Euro verkaufen. Das gilt allerdings nur für die Variante mit einem kleineren Speicher, Bedingung ist weiterhin ein teils
sehr teurer Zwei-Jahres-Vertrag. Zusammen mit der Grundgebühr müssen Kunden über die zwei Jahre damit Fixkosten zwischen 866 Euro und 2156 Euro zahlen.
Die neue iPhone-Version hat einige zusätzliche Funktionen und ist vor allem mit der
UMTS-Technologie ausgestattet, die ein deutlich schnelleres Surfen im Netz ermöglicht. Inzwischen bieten auch viele andere Hersteller
Handys mit ähnlichen Funktionen an. Die Geräte sind häufig deutlich billiger. Die erste Version des Apple-Handys ging weltweit über fünf Millionen Mal über die Ladentische, bei der neuen Version wird vielerorts mit Engpässen gerechnet.