Langjährige Computernutzer haben sich mittlerweile zähneknirschend daran gewöhnt, dass ihr Computersystem inklusive der darauf installierten Anwendungen nie auf dem aktuellen Sicherheitsstandard ist. Gerade erst hat Microsoft mit
Patches bestehende Sicherheitslücken in Windows gestopft, da veröffentlicht nun auch Sun Microsystem das nunmehr siebte Update für Java Version 6.
Zehn Sicherheitslücken beseitigt
Unter anderem klafften in den Java-Entwicklerkits JDK und Laufzeitumgebungen JRE laut
Release Notes zehn größere Sicherheitslecks, die nach Angaben von Secunia, einem Anbieter von IT-Sicherheitslösungen, sehr kritisch waren. Über Java-Anwendungen konnten Dritte von außen in einen ungepatchten Rechner eindringen und dort fröhlich schalten und walten. Die nun aktualisierte Version der Java-Laufzeitumgebung, Java Runtime 1.6.0_07, verhindert nun ein Abspielen älterer Java-Software, eine missbräuchliche Verbindung zu lokalen Diensten sowie die Quasi-Übernahme des Computers von außen. Gewiefte Cyberkriminelle konnten die Lücken geschickt ausnutzen, um mit den selben Rechten des rechtmäßigen Computernutzers auf dem Rechner zu agieren, Daten zu erstellen und zu löschen.
Sofortiges Update empfohlen
Betroffen von den Sicherheitslücken sind auch ältere Java-Versionen. Nutzer von Java 5, 1.4.2 oder 1.3.1 sollten ihr System ebenfalls updaten. Auf der Java-Internetseite stehen die verschiedenen, aktualisierten Versionen zum Download zur Verfügung:
Java 6,
Java 5,
Java 1.4.2,
Java 1.3.1 (für Solaris). Beachtet werden sollte allerdings, dass ältere Java-Versionen bei der Installation nicht automatisch gelöscht werden. Diese sollten vor der Installation der aktuellen Version über die Software-Verwaltung von Windows gelöscht werden.
Jörg Schamberg