Sonntag, 13.07.2008 10:01

Senioren-Trend: Technik – nein danke

aus dem Bereich Sonstiges
Winzige tragbare Telefone und zappelnde Bilder im Internet sind für viele ältere Menschen immer noch eine Art Hexenwerk. Obwohl viele ihren Videorekorder noch perfekt programmieren lernten, wuchsen die Berührungsängste mit der technischen Entwicklung.

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58 Prozent
verweigern Handy und PC


Wie sonst erklärt sich, dass 58 Prozent aller Deutschen über 65 Jahren weder Handy noch PC besitzen. Bei den 14 bis 29-Jährigen sind dies nur knapp fünf Prozent, wie der Bundesverband für Infromationswirtschaft und Telekommunikation (Bitkom) mitteilt.

Beim Bitkom ist man überzeugt, dass Senioren von Internet und Mobilfunk besonders profitieren könnten. Online-Shopping und Online-Banking können gerade ihnen helfen, den Alltag zu bewältigen. Per Handy können Senioren überall und jederzeit Hilfe herbeirufen.

Kurse können Hemmschwelle brechen

Bitkom-Chef August-Wilhelm Scheer rät zur Teilnahme an Kursen in Volkshochschulen und öffentlichen Einrichtungen, um die Hemmschwelle zu überwinden und von der technischen Entwicklung profitieren zu lernen.

Senioren sind der Markt der Zukunft: Bereits heute leben laut Statistischem Bundesamt in Deutschland mehr 65-Jährige oder ältere Menschen als 15-Jährige und Jüngere. Der Telekommunikationsmarkt hat die Verschiebungen der Altersstruktur längst wahrgenommen und stellt sich auf neue Bedürfnisse ein. So findet man neuerdings Handys im Aldi-Regal und Stiftung Warentest zeichnet Mobiltelefone für Senioren aus.

Mehr Bildung, mehr Technik

Für junge Menschen gehören Monitor und SMS offenbar zum Alltag wie Bücher oder Fahrräder. Nur jeder Fünfte über 14 Jahren kommt ohne PC oder Handy aus, nämlich 16 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen.

Weiterhin klarer Trend: Je mehr Bildung und Job, desto mehr Technik. 37 Prozent der Befragten mit maximal Hauptschulabschluss sowie ein gutes Drittel aller Nicht-Berufstätigen besitzen weder Handy noch Computer. Bei Abiturienten und Berufstätigen sind es jeweils nur sechs Prozent, so der Bitkom.
Dorothee Monreal
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