Rund um den Globus laden Internetnutzer täglich millionenfach eigene Amateurvideos und urheberrechtlich geschützte Musikvideos und Filme auf die Server des zum Google-Imperium gehörenden Internet-Videoportals
YouTube. Das große Geschäft lässt sich damit bisher noch nicht machen.
Google hatte sich mehr erhofft
Die Werbeeinnahmen des Internet-Videoportals YouTube bleiben einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge hinter den Erwartungen des Mutterkonzerns Google zurück. Google rechne in diesem Jahr mit rund 200 Millionen Dollar (rund 127 Millionen Euro) Einnahmen aus
Werbung auf YouTube, berichtete die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf Branchenkreise. Das sei weniger als erwartet, schrieb das Blatt, ohne allerdings die ursprünglich erwartete Summe zu nennen.
Urheberrechtsklagen vergraulen Werbekunden
Potenzielle Anzeigenkunden schrecken demnach vor allem die
Klagen von Medienunternehmen wegen Diebstahls geistigen Eigentums. Mehrere Medienkonzerne prozessieren gegen YouTube, darunter die MTV-Mutter Viacom und das Kinostudio Paramount. YouTube zählt rund 60 Millionen Besucher pro Monat. Über das Portal lassen sich Millionen von Video-Clips abrufen, darunter vielfach Sendungen von Fernsehsendern. Google hatte das Portal im Oktober 2006 für 1,65 Milliarden Dollar
gekauft.
Jörg Schamberg
/ afp