Schlachten müssen geschlagen, Rätsel gelöst, die Helden zum Ziel geführt werden.
Online-Spiele erfreuen sich im Netz großer Beliebtheit. Avatare, die digitalen Hauptdarsteller vieler Games, können stetig an Macht und Ruhm gewinnen. Etliche Spieler lassen ihre hochgerüsteten Rechenmaschinen dank Internet-Flatrates 24 Stunden online. Über die dabei für sie drohenden Gefahren jenseits der Spielewelt machen sich aber nur die wenigsten Gedanken.
Online-Gamer im Fokus
Laut einer Untersuchung von Eset, einem Hersteller von IT-Sicherheitslösungen, sind es gerade Online-Gamer, die eine bevorzugte Zielgruppe für Attacken von Cyber-Kriminellen bilden. Rund 13 Prozent der Angriffe von Schadsoftware richtet sich gegen die Rechner von Online-Spielern. Für die Studie wurden weltweit zehn Millionen Computer untersucht. Dabei fanden die Sicherheitsexperten heraus, dass die Trojaner-Familie
Win32/PSW.OnLineGames besonders oft auf den Rechnern zu finden ist. Diese
Trojaner können beispielsweise über das Mitschneiden von Tastatureingaben Passwörter ausspähen. Andere Schädlinge nutzen
Lücken im Adobe Flash-Player, um die Computer zu infizieren.
Computermissbrauch rund um die Uhr
Die Computer der Online-Gamer sind für Cyber-Kriminelle ein lohnendes Ziel. Gamer verfügen traditionell, aufgrund der größeren Hardwareanforderungen von Spielen, über besonders leistungsstarke Rechner. Sind diese Rechner dann auch noch stundenlang oder sogar rund um die Uhr mit dem Internet verbunden, haben Verbreiter von Malware nach Infizierung eines solchen Rechners das große Los gezogen. Sie haben nun die Möglichkeit den Computer Tag und Nacht für ihre Zwecke einzusetzen. Ironischerweise gehen die aus dem Hintergrund agierenden Kriminellen dabei besonders perfide vor. Denn während sie den Rechner für ihre eigenen Vorhaben missbrauchen, schützen sie den infizierten Computer gleichzeitig meist hochwirksam gegen Angriffe anderer Malwareverbreiter ab. So stellen die Internet-Bösewichte sicher, dass sie den eroberten Computer möglichst lange alleine nutzen können.