Montag, 07.07.2008 14:18

Tatort Internet: Rund vier Millionen deutsche Opfer

aus dem Bereich Sonstiges
"Surfen auf eigene Gefahr". Ein solches Hinweisschild auf dem Computer oder im Browser gibt es bisher noch nicht. Doch angesichts der zahlreichen Sicherheitsgefahren, die etwa im Internet den eigenen Computer und auch die eigene Geldbörse bedrohen, ist ein ausreichender Schutz unabdingbar. Die Zahl der bisher schon geschädigten Computer- und Internetnutzer ist hoch.

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Finanzielle Schäden

Laut einer Untersuchung des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) sind bereits vier Millionen Deutsche schon einmal Opfer von Computer-Kriminalität geworden. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa ermittelte in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Bitkom, dass rund sieben Prozent der Bundesbürger bereits finanzielle Schäden durch Computerkriminalität erlitten hätten. Sie seien etwa Opfer von Viren, Phishing-Attacken beim Online-Banking oder Betrug bei Online-Auktionen geworden. Rund 90 Prozent der Computernutzer sind bisher zwar noch von den kriminellen Auswüchsen im Netz verschont worden, doch die Bitkom betont, dass ständige Aufklärung über die dort drohenden Gefahren notwendig ist.

Infizierte Rechner auch Gefahr für andere Computer

"Ein modernes Anti-Viren-Programm und eine so genannte Firewall, die den Rechner vor schädlichen Dateien aus dem Netz schützen, müssen vor der ersten Web-Sitzung installiert werden", sagt Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf. Computernutzer sollten sich auch mit Verschlüsselungstechniken für die Daten auf der Festplatte oder von E-Mails vertraut machen. 83 Prozent der Befragten gaben an, eine Virenschutzsoftware zu nutzen, aber lediglich 67 Prozent setzen auch eine Firewall ein. Nur eine Minderheit von 28 Prozent verschlüsselt ihre Daten. Sieben Prozent gaben an, sogar völlig ohne eine dieser Schutzlösungen im Internet unterwegs zu sein. Dabei sollte beachtet werden, dass nicht nur der eigene Computer bei einer Infizierung bedroht ist. "Ist der eigene Rechner mit Viren infiziert, sind besonders die Computer von Freunden und Bekannten einem erhöhten Risiko ausgesetzt", so Kempf.
Jörg Schamberg
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